Räuchern: Wundervolles altes Wissen

Jeder Gedanke, jedes Wort und jede Tat bleiben in geschlossenen Räumen hängen und vergehen nicht von alleine. Das Räuchern ist für das Reinigen dieser Energien das richtige „Putzmittel“.

Viele Menschen wissen heutzutage nicht mehr, welche Bedeutung das Räuchern hat. Dabei handelt es sich um die älteste Reinigungs- und Heilmethode der Erde. Seit der Mensch das Feuer entdeckte, wird geräuchert. Es hat nie eine Zeit gegeben, in welcher das Räuchern keine Anwendung fand. Wichtig ist jedoch, dass die Anwendungsmöglichkeiten des Räucherns strikt unterschieden werden.


Die Rauhnachtsräucherung in der Advent- und Weihnachtszeit

Eine sehr aktuelle Einsatzmöglichkeit des Räucherns. Diese wurde ursprünglich in der Zeit der sogenannten „Rau(c)hnächten“ vollzogen; täglich im Zeitraum vom 21.Dezember bis 5. Jänner. Dadurch sollten Mensch und Tier von „schlechten Energien“ befreit werden. Es war bekannt, dass der Rauch, der in den Rau(c)hnächten durch Räuchern entstand, einen Kontakt zu einer unsichtbaren Welt herstellen könnte.
Diese besondere Räucherung in dieser besonderen Zeit – die natürlich nicht das ganze Jahr über ausgeführt werden kann – wird heute nur mehr ansatzweise praktiziert. Weder die überlieferten Zutaten noch der Sinn dahinter sind den Menschen geläufig.
Es gibt allerdings keine schönere Zeit als die der Advent- oder Weihnachtstage, in der wir uns in die Häuser und Wohnungen zurückziehen können, um die Nostalgie des Räucherns zu erleben und zu genießen.


Putzen durch Räuchern

Eine Form des Räucherns, die das ganze Jahr über Anwendung finden kann. Diese ganz simple Art wurde auch von allen Naturvölkern der Erde verwendet, um negative Energien aus den Wohnbereichen zu entfernen. Die Kelten haben diesen Putzvorgang täglich vollzogen. Dieses alte Wissen ist bei uns leider zu einem sehr großen Teil in Vergessenheit geraten.
Ich durfte als Kind noch erleben, dass meine Großmutter immer dann geräuchert hat, wenn etwas passiert ist, was nicht gut für die Raumenergie war – ob Streit, Krankheiten oder sonstige Belastungen.
Viele Naturvölker, die heute noch auf der Erde existieren, räuchern nach wie vor täglich. Sie haben auch andere Räucherarten, z. B. Rituale, jedoch das Putzen durch Räuchern ist für diese Völker unverzichtbar. Ich habe einmal eine Beduinenfrau in der Wüste gefragt, warum sie täglich das Zelt ausräuchern würde und sie sagte mir: „Wenn ich das nicht tue, bin ich nicht fertig mit dem Putzen“.
Das besagt, dass diese Völker darum wissen, dass die äußere Verunreinigung – die wir sehen können – nicht alles ist, was in den Räumen als Müll existiert.

Diese Räucherart ist die einfachste und wichtigste. Dafür benötigt man weder Vorschriften, noch Mystik oder Rituale. Sie ist bodenständig und kennt  keine Berührungsängste. Dieses alte Wissen ist heute noch genau so wirksam wie anno dazumal und erleichtert uns das Leben immens.  Heute ist es wichtiger denn je, alle Belastungen um uns herum zu entsorgen, denn sonst werden sie uns zur Qual. 
Wir dürfen es für uns nutzen. Jeder für sich in den eigenen vier Wänden.


Existiert nur das, was angefasst werden kann?

Alles was ist, ist Energie.
Viele Menschen sind in dem Glauben aufgewachsen, dass es über die sichtbare Welt hinaus nichts anderes gibt. Es existiert nur, was angefasst werden kann. Es wirkt nur, wenn es messbar oder beweisbar ist. Was Physiker jetzt allmählich erkennen, haben weise Frauen und Männer schon vor langer Zeit gewusst, in allen Ländern, in allen Kulturen und Religionen.
Alles ist Energie! Und Energie gibt es auf unterschiedlichen Ebenen.

Gerade in unserer heutigen schnelllebigen Zeit, produzieren wir viel zu viele Abfallstoffe auch energetischer Art. Um mit den Problemen des Lebens fertig zu werden, müssen wir jedoch wieder frei atmen können und ein leichtes Fließen der Energie gewährleisten. Menschen verstricken sich mehr und mehr in die Welt der Materie. Dinge sind heute wichtiger als Gefühle, daher spüren die Leute nicht mehr, wie sich die Energie um sie herum anfühlt.


Ein Hausputz mit Staubsauger, Putzlappen ... und Räucherschale

Räume in denen die Energie nicht fließen kann, sind belastet oft durch jahrzehntelange Ansammlungen. Auch eine Generalsanierung eines Hauses oder einer Wohnung kann hier nicht helfen. Ebenso wenig ein gründlicher Hausputz. Denn alles was je in den Räumen passiert ist, wirkt auf diejenigen, die „jetzt“ dort wohnen.
Was ist, wenn jemand nicht an Energien glaubt? Wirkt das Räuchern trotzdem?  Den Energien ist es völlig gleichgültig, ob wir an sie glauben oder nicht. Sie sind immer da. Ein physikalisches Gesetz besagt, dass Energien nie vergehen, wie alt sie auch immer sind. Greifbar oder sichtbar sind aber andere Energien wie Strom, Luft oder Atomenergie auch nicht und niemand zweifelt daran.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden Ihre Wohnräume ein Jahr lang nicht putzen. Würden Sie und Ihre Familie sich darin wohlfühlen? Ich denke nicht. So müssen Sie es sich vorstellen, wenn Sie den Energiemüll nicht entfernen. Der Dreck bleibt kleben, ob Sie nun wollen oder nicht. 

Machen Sie doch eine Energietankstelle und nicht einen Energieräuber aus Ihren Wohnräumen. Oder wollen Sie mit einem Rucksack herumlaufen, der mit altem Gerümpel gefüllt ist? Dadurch sind Sie in Ihrer Kreativität, in Ihrem Denken und Handeln eingeschränkt. Sie schleppen Themen mit sich herum, die Sie so leicht abstreifen könnten und es bliebe dann nur das übrig, was „Sie“ selbst betrifft, d.h. was Sie gerade an Problemen in sich tragen. Daher ist es so wichtig eine „Energietankstelle“ zu schaffen, dank der sich Ihr Körper, die Seele und auch der Geist auftanken können.


Welche Energien belastend sein können
- Krankheiten
- Themenübertragung von einer zur anderen Generation
- Ärger und Streit (in der Partnerschaft oder mit Angehörigen)
- Wohnungsübernahme von anderen Bewohnern
- Trennungen
- nicht loslassen können von Gegenständen, Personen oder Situationen
- negative Gedanken
- Ängste
- gefangen sein in der Vergangenheit oder Zukunftsängste
- Besucher, die Negatives abladen
- Energievampire

Jeder Gedanke, jedes Wort und jede Tat bleiben in geschlossenen Räumen hängen und vergehen nicht von alleine. Das Räuchern ist für das Reinigen dieser Energien das richtige „Putzmittel“.

Die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg beim Entfernen der Belastungen, ist das richtige Räucherwerk. Wenn keine Kraft in den Kräutern enthalten ist, weil sie zum falschen Zeitpunkt geerntet oder falsch bzw. zu lange gelagert wurden, kann die Räucherung nur bedingt wirken. Denn woher soll die Wirkung kommen, wenn die Zutaten kraftlos sind?
Daher stelle ich sämtliche Räuchermischungen nach überlieferter Rezeptur selbst her. Beim Putzen reicht es nicht mit einem einzelnen Räucherwerk zu arbeiten sondern immer mit einer Mischung – die Natur hat alles für uns bereit; für jede Energie das richtige Putzmittel. So wie man in der Wohnung verschiedene Putzmittel benötigt, um die Wohnung ins Reine zu bringen, so muss man auch bei der Vielfalt der Energien verschiedene Putzmittel zusammenführen, um alle Energien wegzubringen. Paracelsus hat schon gesagt: „Geht hinaus in die Natur, es ist alles für euch da, aber überfordert die Kräuter nicht, denn jedes hat seine Aufgabe“. Daher kann man von einer Pflanze nicht verlangen, dass sie für alles zuständig ist.
Aber man kann von Ihnen verlangen, dass Sie daran denken, wenn Sie in den eigenen vier Wänden negative Energien einfach in Rauch aufgehen lassen.


Annemarie Herzog  www.malusa.at

Artikel erschienen im Magazin VITA - Einfach Leben Ausgabe 13 - www.vita-leben.at.

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