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O K T. 2 0 1 3 – J A N . 2 0 1 4 �agazin mit Esprit N R . 13 ZEIT KRISHNA DAS VERÄNDERUNG LU JONG Yoga à la Tibet DIETER GURKASCH AYURVEDA Yoga im Gefängnis Chanten um zu überleben R. Betz über alte Schuhe Vata im Winter € 4,20 ÖSTERREICH DEUTSCHLAND SCHWEIZ IN E Y O Ü UNS n d d C HS c h ie N W W W.Y O G A Z E I T. AT 9 120048 100010 RadHanath Swami Home is where the heart is – eine Reise nach Hause tE a

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WINTERLICHE FERIENREISE NACH TIROL AYURVEDA UND FIGURFORMUNG Mehr Zeit für das Wesentliche? Mehr Momente in der Natur? Mehr Fokus auf Entspannung, Entgiftung und Erholung? 2 oder 5 Tage Ayurveda Kur-Programm: Ganz exklusiv haben Sie von 6.1. bis 16.3.2014 die Möglichkeit, die innovative Weiterentwicklung des Hotel Schick**** zu testen: Ayurvedische Kräuterwickel! Diese unterstützen bei der Gewichtsreduktion und sorgen für ein straffes und glattes Hautbild. Genießen Sie tägliche Yogastunden, köstliche Entschlackungsmenüs, entspannende Ayurveda-Behandlungen und die frischen Luft mit Blick auf ein herrliches Alpenpanorama am Walchsee. yoga.ZEIT Bonus: Bei einem Mindestaufenthalt von 5 Übernachtungen erhalten Sie 1 x Hypoxi Training 1 x Körperpeeling und 1 x nährende Packung Im Wert von 99.- Euro Johannesstrasse 1 6433 Walchsee Tirol Tel. 0043 664 200 49 58 info@schicklife.com Wir freuen uns auf Sie! www.schicklife.at

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E D I TO R I A L Noch einmal bitte! IMPRESSUM Eigentümerin, Herausgeberin, Verlegerin: Akshara GmbH Redaktionsadresse: Grenzgasse 40, 2340 Mödling Geschäftsführung: Birgit Pöltl Chefredaktion: Lena Wiesbauer Redaktionelle Mitarbeit: Robert Betz, Barbara Decker, Nives Gobo, Florian Palzinsky, Birgit Pöltl, Florian Reitlinger, Rosemarie Wagner-Fliesser, Iris Weiland, Christian Weiss, Lena Wiesbauer Korrektur: Martin Thomas Pesl Artdirektion: Petra Strasser Layout: Alice Hönigschmid, Petra Strasser Illustration: Anja Gasser, Barbara Schauer Lithografie: Martin Märzinger_Lithoworks Anzeigenverkauf: anzeigen@yogazeit.at Auflage: 7.500 Stück Titelfoto: Hans Nietsch Verlag (1), Philipp Strohm (1) Druck: Gugler Druck Auf der Schön 2, A-3390 Melk Papier: gedruckt auf UPM Finesse gloss, 90 g Cover: UPM Finesse gloss, 220 g ott schließt niemals eine Tür, ohne zwei zu öffnen! Sagen die Spanier. Ab und an werden Türen gegen unseren Willen geschlossen. Manchmal müssen Klarheit und Kraft, um Dinge zu verändern, aber auch in uns selbst aufgebracht werden. Letztlich ist es immer die Einstellung zu der jeweiligen Situation, die uns Kraft gibt oder nimmt. Yoga unterstützt uns aber nicht nur dabei, diese Stärke aufzubringen, sondern festigt auch Viveka (die Unterscheidungskraft), um Richtig von Falsch zu unterscheiden. Dieter Gurkasch, Schwerverbrecher und nun auch Yogalehrer, kennt sich im wahrsten Sinne des Wortes mit verschlossenen Türen aus. Er war 25 Jahre lang in Haft und ist über seine Yogapraxis in die persönliche und auch physische Freiheit gelangt. Neben einigen Inspirationen über das Loslassen und den Mut zur Veränderung im Leben finden Sie in dieser Ausgabe auch eine Asanapraxis, die den Neubeginn mit guter Erdung und einem soliden Fundament unterstützt. All jene, die die einfühlsame Bewegungslehre des Lu Jong ausprobieren wollen, finden eine Einführung in dieses Heilsystem, das angeblich noch vor Yoga, Qigong und Co. auf der Welt war und gerne auch „tibetischer Yoga“ genannt wird. Für Genießer haben wir das Luxus-Ayurveda-Hotel „Parkschlösschen“ getestet und natürlich jede Menge leckere Rezepte von dort mitgebracht! Viel Freude beim Lesen und Ausprobieren! Namaste, BIRGIT PÖLTL Liebe Frauen und liebe Männer, liebe Yoginis und Yogis! Es liegt uns am Herzen, für alle Menschen – für jede Leserin und jeden Leser – zu schreiben. Nur zugunsten der Lesbarkeit hat sich die yoga . ZEIT-Redaktion dafür entschieden, Fotos und Grafiken unterliegen dem Copyright. Druck- und Satzfehler vorbehalten. yoga.ZEIT erscheint vier Mal jährlich. F OTO PI A CLO DI für allgemeine Personenbezeichnungen die männliche Form zu verwenden. Jedes Prinzip – männliches und weibliches – möge sich bitte angesprochen fühlen. // Eure yoga . ZEIT-Redaktion yoga. ZEIT

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I N H A LT OKTOBER 2 013 – JANUAR 2 014 KOLUMNE Florian Palzinsky // Wie normal ist der Tod? ZITAT Sukadev Bretz // Eine Momentaufnahme PORTRÄT MODE Krishna Das // Ein Interview über die Praxis, die seinen Arsch gerettet hat, und sein rotes T-Shirt DOSSIER Upcycling // Wiederverwertet und aufgewertet REISE 78 60 Rishikesh // Eine Reise zu den Ursprüngen des Yoga Getestet // Ayurveda de luxe im Ayurveda-Parkschlösschen BHAKTI 22 34 Veränderung // Robert Betz über unsere alten Schuhe und Wege, aus ihnen rauszuschlüpfen Lu Jong // Der „Opa von Yoga“ aus Tibet, der von Yak, Wildgans, Wildpferd, Falke und Berg erzählt AYURVEDA Mantra // Es gibt immer einen Weg – Das Narasimha Mahamantra TIPPS 50 62 66 Der Wind, der Wind, das himmlische Kind // Was Ihrem Vata in der kalten Jahreszeit guttut Ayurvedische Rezepte // Ein genussvolles Menü aus dem Ayurveda-Parkschlösschen Ayurvedische Beautytipps // Weintrauben als Beautynektar ASANAPRAXIS 32 58 74 Rund um Yoga // Fünf unentbehrliche Dinge für Yogis Frohe Weihnachtsyoga.ZEIT // Ideen, die ein Geschenk sind Lesen / Sehen / Hören // Inspirierende Bücher, CDs und DVDs AUSBILDUNGEN & MEHR 89 96 98 42 34 82 Gib mir 5! // Die ersten fünf Übungen aus dem Lu Jong Der kleine Yogi // Asanapraxis für große und kleine Kinder Auf gutem Grund // Asanas für ein gutes Fundament Yogaevents und Nachgefragt // Ausbildungsideen und eine Yogalehrerin im Porträt Kalender // Viele Ideen für die kommenden Monate VORSCHAU & RÄTSEL Hier winkt Ihnen ein Gewinnspiel mit Produkten von Origins yoga. ZEIT

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Inhalt 22 Wenn Sie in Ihrem Leben etwas verändern möchten, was würde Ihnen Kraft geben, es auch wirklich zu tun? yoga. ZEIT

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KOLUMNE Wie normal ist der Tod? V O N F LO R I A N PA L Z I N S K Y ergänglichkeit – ein großes Thema der Veränderung. Im Herbst führt es uns die Natur deutlich vor Augen, und doch betrübt uns das kaum. Auch wenn die Verfärbung der Blätter, der Silberschleier des Frostes den Tod von vielen Pflanzen und Tieren einläuten, finden wir diesen Wandel meist wunderschön. Tatsächlich vergeht wohl kein Tag, an dem wir nicht auf Sterblichkeit treffen: seien es eine tote Fliege, ein überfahrener Igel oder die Nachrichten über Kriege in fernen Ländern. Emotional sind wir davon wenig berührt; diese Ereignisse sind normal, banal, weit weg. Aber dann gibt es da eine unsichtbare Grenze, an der uns der Tod ins Herz trifft und wir diese Kehrseite des Lebens nicht mehr gelassen hinnehmen. Diese Gesetzmäßigkeit von Leid ist simpel: Je größer unsere Identifikation und Anhaftung – mit allen Freuden, die damit einhergehen –, desto größer die negative Reaktion auf den unumkehrbaren Verlust … Gedanken über die letzte Ruhe Traditionen wird die Reflexion über den Tod als wichtige Praxis angesehen. So wie der stündliche Glockenschlag von heimischen Kirchen an die eigene Todesstunde erinnert, so hat auch Buddha jedem Menschen ans Herz gelegt, Marananusati (Reflexion über den Tod) regelmäßig zu praktizieren. Asche, Tod und Strom des Lebens Eigentlich ist nicht der Tod das Problem, sondern unsere Einstellung dazu. Diese Wahrheit ist im Yoga so bedeutsam, dass in Patañjalis Yogasutra als fünftes Kleśa (leidhafte Spannung) Abhiniveśa genannt wird: die Angst vor dem Tod oder das Klammern ans Leben. In allen Religionen und ernsthaft spirituellen Allerdings scheint mir dieser nicht so angenehme Aspekt in der modernen Hatha-Yoga-Szene – die sich ja gerne als zutiefst spirituell ausgibt – eine stiefmütterliche Stellung zu haben. Da gilt eher: jung, gesund, lebensfroh. Vielleicht ist man als Yogi mit den anspruchsvollen körperlichen Übungen zu busy oder fühlt sich als Yogini in der erreichten Entspannung so wohl, dass man gar keine Lust hat, daran zu denken: Eines Tages wird dieser Körper mit all den trainierten Muskeln und Gelenken am Verrotten oder zu Asche transformiert sein. Möglicherweise sollten wir beim nächsten Śavāsana diese Totenhaltung wörtlich nehmen und uns unseren Tod bewusst machen; denn jeder Tag könnte unser letzter auf dieser Erde sein. Gerade am Ende einer Yogastunde sollten wir die sattvische Klarheit und Losgelöstheit nutzen, um zu realisieren, wie sinnlos es ist, gegen den natürlichen Strom der Sterblichkeit zu schwimmen. Zur Person Florian Palzinsky war buddhistischer Mönch in Asien, lebt als Yoga- und Meditationslehrer in Österreich und überwintert regelmäßig in Indien. simple-wisdom.net yoga. ZEIT

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A D V E RTO R I A L 6. YOGA CONFERENCE AUSTRIA 31. JÄNNER - 02. FEBRUAR 2014 IN WELS Young Ho KIM Zum 6. Mal öffnet die Yoga Conference Austria in Wels ihre Türen und Tore für alle begeisterten Yogis und Yoginis. Im Line-up findet sich wieder ein Mix von großartigen Yogalehrern aus aller Welt mit den verschiedensten Yogastilen! Bei der Pre-Conference für Yogalehrer gibt es drei Themen: Kaliji Ray: The Art of Yogaflow mit Simultandolmetschung, Irene Kapl: NUAD-Thai-Yoga-Körperarbeit und Young Ho KIM: Alignment-Ausrichtung. Tauche ein in ein Wochenende voller YOGA und lass dich mitreißen und inspirieren! Kontakt und Anmeldung: Preise: Pre-Conference 2-Tages-Karte very early bird bis 30. September 2013 2-Tages-Karte early bird bis 30. November 2013 2-Tages-Karte ab 1. Dezember 2013 € 79,00 € 159,00 € 179,00 € 199,00 Petra Werner +43 (0)664 3955909 www.yoga-conference.at, office@yoga-conference.at Nicole BONGARTZ David REGELIN Irene KAPL Ronald JENSCH Kaliji RAY Moritz ULRICH Christiane WOLFF yoga. ZEIT

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Z I TAT Solange es mehr Apotheker als Yogalehrer gibt, stimmt etwas nicht. SUKADEV BRETZ F OTO YO G A V I DYA yoga. ZEIT

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P O R T R ÄT Chanten, um am Leben zu bleiben KRISHNA DAS ÜBER DIE PRAXIS, DIE SEINEN ARSCH GERETTET HAT yoga. ZEIT

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P O R T R ÄT yoga. ZEIT

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P O R T R ÄT Seine Stimme tönt aus zerbeulten Lautsprechern eines staubigen Kassettenrekorders auf einem kleinen indischen Marktstand genauso wie über Designerboxen einer Luxus-HiFi-Anlage eines New Yorker Penthouses. Kaum jemand kennt jedoch den Menschen „KD“ – wie Krishna Das liebevoll von Freunden genannt wird –, der mit über 300.000 Tonträgern der „best selling chant artist of all time” ist. In diesem Interview begegnen wir dem bescheidenen, schlicht und immer in rotem T-Shirt gekleideten Mann um die 60, der die Qualen eines Drogensüchtigen durchlebt und schließlich seinen Weg als Suchender gefunden hat. T E X T F LO R I A N R E I T L I N G E R F OTO S WA R I O M YZ: Du bist einer der bekanntesten Kirtansänger auf der Welt. Was sind deine Erfahrungen mit Yoga und Kirtan? KD: Eine schöne Frage. Meine Erfahrungen mit Yoga und Chanten ist, dass sie das Leben verändern. Komplett. Diese Praktiken verändern völlig die Orientierung deiner Konditionierung, um wahre Liebe zu finden, um wahres Glück zu finden und zu lernen, diese Dinge in dir selbst zu entdecken. Wir haben gelernt, alles immer außerhalb von uns selbst wahrzunehmen. Aber Yoga, Praktiken wie Asanas, Pranayama, Chanting und Meditation führen dich tiefer in dein eigenes Sein, sie verändern deine Sicht. Du hörst auf, alles auf die Außenwelt zu projizieren. Glück finden wir in unserem eigenen Herzen. Und der einzige Weg, Glück zu finden, ist durch eine spirituelle Praxis. Ich war 23 Jahre alt, als ich nach Indien ging. Ich dachte, ich würde den Rest meines Lebens dort bleiben. Und nach drei Jahren sagte mein Guru zu mir: „Was machst du eigentlich noch hier? Geh zurück nach Hause!“ So ging ich zurück nach Amerika. Er sagte, ich hätte Anhaftungen an und in Amerika und ich sollte meine eigenen Geschichten erst verarbeiten, bevor ich überhaupt weiterkommen könne. So ging ich zurück. Und ich arbeite nach wie vor daran. Also, wenn du eine kurze Antwort haben möchtest: Das ist sie. YZ: Und was bedeutet Yoga für dich? KD: Yoga wird immer als „Einheit“ übersetzt. Einheit bedeutet, dass zwei Dinge zusammenkommen. Und eigentlich ist es das gar nicht. Ich glaube, dass Yoga die Erkenntnis bedeutet, dass deine eigene wahre Natur, dein eigenes Herz bereits alles in sich birgt, was du jemals brauchst und genau das ist, was du brauchst, um ein guter Mensch zu werden. Yoga bedeutet, dass wir die Hindernisse in uns entfernen, um herauszufinden, wer wir wirklich sind. yoga. ZEIT

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P O R T R ÄT yoga. ZEIT

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Europäische Akademie für Ayurveda YZ: Was ist für dich ein Yogi? KD: Was ist ein Yogi? Ein echter Yogi ist ein Wesen, das völlig frei von Programmierung ist, frei von jeder Konditionierung; das Liebe geworden und das ganze Universum ist! YZ: Was ist so besonders an Kirtan für dich? KD: Kirtan ist das Chanten der Namen von Gott – so wie es in Indien praktiziert wird. Eigentlich mag ich das Wort „Gott“ nicht. Für mich scheint es so, als ob dieses Wort von außen kommt. In westlichen Religionen wird Gott als etwas gesehen, das außerhalb von uns ist. Aber in den östlichen Religionen wird Gott als Teil des inneren Selbsts verstanden. Unsere wahre Natur ist eigentlich Gott selbst. Somit bedeutet das Chanten der Namen von Gott, dass dies die Namen unseres eigenen Herzens, der eigenen Natur, des eigenen Selbsts sind. Durch das Chanten wird unvermeidlich, Schritt für Schritt, die Präsenz, die in uns verborgen liegt, freigelegt. Wir bekommen nichts von außen, sondern wir legen das Juwel frei, das bereits in unserem Herzen vorhanden ist! Und genau deshalb ist es so besonders! Aber wie bei jeder Praxis gilt: Du musst dranbleiben – sonst passiert nichts. YZ: Was würdest du jemandem raten, der das erste Mal bei einem Kirtan teilnimmt? KD: Bleib ganz nah beim Ausgang, damit du jederzeit flüchten kannst (lacht). Ayurveda Ausbildungen Zum neuen Beruf mit Wohlfühlpraktiker 3-jährige anerkannte Ausbildung (berufsbegleitend) Kompetenz in Massage, Ernährung Psychologie und Coaching Ernährungs- und Gesundheitsberater Ayurveda-Massage Psychologischer Ayurveda-Berater Ärzte-Weiterbildung Ayurveda als komplementäre Medizin Das Programm 2014 ist da - jetzt anfo rdern! Europäische Akademie für Ayurveda Postfach 40 3400 Klosterneuburg (bei Wien) Tel. 01-523 76 56 info@ayurveda-akademie.at www.ayurveda-akademie.org yoga. ZEIT

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P O R T R ÄT Unsere wahre Natur ist eigentlich Gott selbst. Somit bedeutet das Chanten der Namen von Gott, dass dies die Namen unseres eigenen Herzens, der eigenen Natur, des eigenen Selbsts sind. yoga. ZEIT

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yoga. ZEIT P O R T R ÄT FOTOS: LENA WIESBAUER (2)

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P O R T R ÄT YZ: Was ist deine Botschaft für die globale Yoga-Community? KD: Ich habe eigentlich gar keine Botschaft! Meine Botschaft ist, was ich selber täglich tue. In dieser Zeit, in der es so viel Angst gibt in der Welt, musst du einen Weg finden, in Frieden mit dir selber zu sein! Und der einzige Weg, um das zu schaffen, ist spirituelle Praxis. Du willst jemand sein, der sich um andere Menschen kümmert, jemand, der Mitgefühl, Güte und Frieden im Geiste entwickelt. Und auch jemand, der glücklich darüber ist, wenn andere glücklich sind. Das ist, was wir erreichen möchten. Das sind wir bereits von Natur aus. Aber leider ist das alles überdeckt. Uns wird gesagt, dass wir uns schützen müssen, dass wir uns verteidigen müssen. Es ist schon so, dass wir auf einer Ebene wissen sollten, wie wir durch das Leben navigieren. Aber du kannst in Angst durch das Leben navigieren oder eben mit einem friedlichen Geist und Liebe. YZ: Ausgehend von deiner GuruKula – deinem Meister MaharajJi – was war die wichtigste Botschaft für dich, die du von ihm bekommen hast? KD: Mein Guru war nicht wirklich ein großer Botschafter. Als wir ihn fragten: „Wie findet man Gott?“, sagte er einfach: „Diene den Menschen.“ Als wir ihn fragten, wie man die Kundalini erwecken könne, sagte er: „Gib den Menschen etwas zu essen.“ Er lebte und agierte einfach auf einer vollkommen anderen Ebene. Er gab nicht wirklich Botschaften von sich, aber er veränderte Menschen. Er arbeitete von innen. Der Grund, warum ich hier bin und das tue, was ich tue, ist, dass ich mich so selber aus dem Sumpf ziehen kann. Würde ich das nicht tun, wäre ich erledigt. Das ist die Praxis, die mich gerettet hat und die mein Herz offen hält, um in die richtige Richtung zu schauen. Das hat mir mein Guru ermöglicht. YZ: Manchmal verlieren Menschen den Boden unter den Füßen. Dann suchen sie oft einen Ausweg, der sie jedoch noch tiefer hinunterzieht, durch Drogen und Alkohol. Gibt es etwas, was du aufgrund deiner eigenen Erfahrungen mit uns teilen kannst, was diesen Menschen hilft? KD: Ich habe vieles davon selber durchlebt und glaube, dass vieles davon karmisch ist. In welche Familien wir geboren werden, welche Einstellungen wir entwickeln. Es geht hier aber auch sehr viel um Gnade. Denn wenn eine Person nicht weiß, dass es einen Ausweg gibt, wird sie niemals danach suchen. Warum findet der eine einen Weg aus dem Abgrund und der andere nicht? Wer weiß das schon? Wir können diese Dinge von außen nicht beurteilen. Ich wollte immer wahre Liebe haben! Das war das, wonach ich gesucht habe. Mein ganzes Leben lang. Und als ich dachte, ich hätte die wahre Liebe verloren (als Maharaj-Ji starb, Anmerkung der Redaktion), habe ich versucht, mich selber durch Drogen zu töten. Ich war damit aber genauso erfolglos wie mit der Suche nach der wahren In dieser Zeit, in der es so viel Angst gibt in der Welt, musst du einen Weg finden, in Frieden mit dir selber zu sein! yoga. ZEIT

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P O R T R ÄT Liebe. Selbst das bekam ich nicht auf die Reihe. So begann ich ernsthaft zu chanten. Auf eine ganz andere und für mich neue Art und Weise! Viel kraftvoller. Das war eine Methode für mich, vor dem Ertrinken gerettet zu werden. Das Chanten war das einzige Seil, das mir zugeworfen wurde. Die einzige Möglichkeit, „meinen eigenen Arsch zu retten“. Und ich wusste, wenn ich nicht chanten würde, so könnte ich niemals die dunklen Bereiche meines eigenen Herzens erhellen. Denn genau von dort kommen alle Probleme, von nirgendwo anders. Das einzige, was falsch bei Drogen, Sex, Macht und Geld ist, dass sie einfach nicht funktionieren. Von Natur aus ist nichts falsch an diesen Dingen – sie funktionieren jedoch einfach nicht. Sie zerstören dich. YZ: Jetzt zu einem ganz anderen Thema: Du trägst immer rote Hemden. Warum? KD: Mein Guru sagte mir, ich solle immer rot tragen. Es ist die Farbe von Gott Hanuman. Lange Zeit tat ich das nicht. Ich rebellierte, trug schwarz, wollte der „Hells Angel“ des Chantens sein. Doch letztendlich sagte ich zu mir: „Hör auf damit, das hast du nicht nötig!“, und trug von da an nur mehr rot. (Lacht.) YZ: Welche Musiker der westlichen Welt haben dich am meisten inspiriert? KD: Was Rock ’n’ Roll betrifft: Ray Charles und Van Morrison. Ich liebe diese Musiker. Aber früher noch waren es die BluesMusiker. Die alten Blues Guys vom Mississippi. Mississippi Delta Blues. Country Blues. Das hat mich gerettet während einer sehr schweren Zeit meines Lebens, als ich jung war, ein Teenager. Ich spielte damals Gitarre und sang den Blues. Für mich war er die erste wirkliche Musik, die ich hörte. Er war so erdend, so Kraft bringend, nicht so abgehoben, wie die Popmusik in den Fünfzigern. Ich fühle mich jetzt noch wie ein Bluessänger. Blues ist sehr direkt. Sehr einfach. YZ: Eine letzte Frage noch: Wie hast du dich beim Grammy Award gefühlt? KD: (Lacht.) Ich weiß nicht viel über Grammys. Ich weiß nicht, wie viel ich jetzt dazu sagen kann. Beginnen wir damit, dass die Platte, die nominiert war, eine sehr einfach produzierte Chanting-Platte ist. Wie schön, dass eine so simple ChantingPlatte so viel Anerkennung bekommt. Auf der anderen Seite war es so, als ob man eine Nachspeise serviert bekommt, nachdem man vorher bereits 27 Gänge verspeist hat. Da war kein Platz mehr. Ich fühlte, dass die Grammy-Geschichte irrelevant für mein eigenes Leben war. Ich verstehe wie wichtig das für manche Menschen ist, aber ich war ziemlich erstaunt über mich selbst, über meine Gefühle, als ich bemerkte, wie weit ich in Wirklichkeit vom Musik-Business entfernt bin. Manchmal weiß man die Dinge erst, wenn man dort ist. Aber als ich die Einladung zur Verleihung bekam, war mein einziger Gedanke: „Und was jetzt? Wann kommt Maharaj-Ji zurück? Was? Das ist nicht Teil des Geschäftes? … Na, dann will ich den Grammy nicht haben!“ (Lacht.) Ich kann mich ganz genau erinnern, was ich empfand, als das Kuvert geöffnet wurde: „Baba, gib mir ja nicht diesen Preis! Ich will ihn NICHT haben!“ (Lacht.) Gott sei Dank hat er ihn mir nicht gegeben. Sonst würdest du jetzt mit einem GrammyGewinner sprechen. Und dann bräuchte ich noch mindestens zwei zusätzliche Pölster, um hier mit dir sitzen zu können. (Lacht.) Ich wandle auf einem anderen Pfad! Namasté and take it easy. yoga. ZEIT

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KU RZ B I O Krishna Das Krishna Das („KD“), geb. Jeffrey Kagel, wuchs in der Vorstadt von New Hyde Park, Long Island, auf. Bereits mit neun Jahren begegnete ihm der Rock ’n’ Roll, der ihn als Teenager zu Blues und Folk führte. Erste Band-Erfahrung sammelte er während des College. Sein Interesse für östliche Philosophie führte ihn zur State University of New York at New Paltz, die er enttäuscht vom akademischen Ansatz alsbald wieder verließ. In dieser ziellosen Phase begegnete ihm Ram Das, ein spirituellen Lehrer und Schriftsteller, der für immer seinen Lebensweg verändern sollte. 1969, am Weg nach New Hampshire, um dort längere Zeit mit Ram Das zu verbringen, besuchte KD noch ein Konzert von Jimi Hendrix auf Long Island. Dort traf er alte Freunde aus seiner Zeit als Rockmusiker, die ihm anboten, gemeinsam ein Album aufzunehmen. Nun stand KD vor der bedeutungsvollsten Entscheidung seines Lebens. Aber für KD war die Entscheidung klar. Er entschloss sich, das kommende Jahr mit Ram Das zu verbringen, und reiste 1970 das erste Mal nach Indien zum geliebten Guru von Ram Das, Neem Karoli Baba, bekannt als Maharaj-Ji. Er wurde selbst sein Schüler und begann mit dem Kirtan-Singen. Nach knapp drei Jahren schickte Maharaj-Ji KD wieder nach Amerika. Nur dort könne er seine Anhaftungen Krishna Das Mit den Augen der Liebe Eine Autobiografie KOHA Verlag 2010 lösen. Sechs Monate später verstarb Maharaj-Ji, und KD stürzte in seiner Verzweiflung in die Drogensucht. Die Praxis des Kirtan brachte ihn allmählich wieder auf die Beine, und so begann seine Weltkarriere an Satsang-Abenden in den Räumen des Jivamukti-Yoga-Zentrums in Manhattan. Bislang veröffentlichte KD an die 20 CDs und DVDs, ein Songbook und eine Autobiografie und wurde 2012 für den Grammy nominiert. yoga. ZEIT

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BHAKTI Das Narasimha Mahamantra ugram viram mahaa-vishnum | jvalantam sarvatomukham nrisimham bheeshanam bhadram | mrityor mrityum namaamyaham ` T EX T CH R I STIA N W E ISS ieses wirkungsvolle Mantra behütet uns auf dem Bhakti-Weg, indem es Ablenkungen unschädlich macht und Furcht vertreibt. Es ist somit ein bedeutsames SchutzMantra und sehr eng mit der Erscheinung von Narasimha oder auch Nrisingha („Mann-Löwe“) verbunden, der vierten der zehn Hauptinkarnationen von Vishnu – dem göttlichen Prinzip der Erhaltung. Die Kraft eines Dämons Die Legende erzählt: In alten Zeiten versetzte ein machthungriger Dämon namens Hiranyakashipu die ganze Welt in Angst und Schrecken. Nach jahrelanger härtester Askese war ihm nämlich gewährt worden, dass er • weder innerhalb eines Hauses noch außerhalb, • weder bei Tag noch bei Nacht, • weder auf dem Boden noch in der Luft, • weder durch Mensch noch durch Tier • weder durch eine Waffe noch durch die Hand eines lebenden oder leblosen Wesens sein Leben verlieren würde. Somit fühlte er sich unbesiegbar und unangreifbar in seiner unterdrückenden Macht. Die Kraft einer Lösung Um die Welt nun von all dem Terror, von all der Unterdrückung zu befreien, manifestierte sich Vishnu in der Form eines Wesens, das halb Mensch, halb Löwe war, lauerte dem Dämon in der Dämmerung an der Schwelle eines Hauses auf und machte ihn auf seinem Schoß mit seinen Fingernägeln für immer unschädlich. Das zeigt: Egal, wie aussichtslos die Lage scheinen mag – es gibt immer eine Lösung. Beim Rezitieren dieses Mantras aktivieren wir darum diese Energie Narasimhas, wenn wir uns an ihn wenden mit den Worten: „Vor dem wilden und tapferen großen Vishnu, der brennt und vollkommen ist, vor dem furchteinflößenden und gütigen Mann-Löwen, der der Tod des Todes ist – vor ihm verneige ich mich.“ yoga. ZEIT

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DOSSIER yoga. ZEIT

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DOSSIER ready, set … change WENN ES ZEIT FÜR VERÄNDERUNG IST TEXT ROBERT BETZ I L LU S T R AT I O N A N J A G A S S E R yoga. ZEIT

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DOSSIER as Leben, das die meisten Menschen leben, ist nicht ihr eigenes, selbst gewähltes Leben. Kaum jemand nimmt sich die Zeit und den Raum, um sich klar darüber zu werden, welche Art von Leben er hier leben könnte und leben will. Ein heranwachsender Jugendlicher wird maximal mit der Frage konfrontiert: „Was willst du einmal werden?“ Wer sagt schon: „Überlege dir gut, was für ein Leben du leben willst. Schau dich um, wie andere ihr Leben leben. Übernimm das nicht blind, sondern triff eigene Entscheidungen über dein Leben.“ Nach etwa 20 Jahren mit den Eltern oder einem Elternteil ist kaum ein junger Erwachsener in der Lage, ein eigenständiges Leben zu beginnen. Kopf und Denken sind voll mit Überzeugungen, die er tausendfach von seinen Eltern und anderen Erwachsenen gehört hat und die er für Lob und Aufmerksamkeit in sein Denken und Verhalten einarbeiten musste. Jedes Kind – ja, jeder Mensch – will psychisch überleben, also ein Mindestmaß an Anerkennung, Wertschätzung, Aufmerksamkeit, Liebe erhalten und tut dafür fast alles. Darum lernt noch heute fast jedes Kind von Anfang an, in „alten Schuhen“ zu laufen, mit denen schon die Großeltern durch ihr Leben gegangen sind. Alte Schuhe Die „alten Schuhe“ sind Muster und Gewohnheiten des Denkens, Fühlens und Verhaltens, mit denen irgendwer mal angefangen hat, oft vor langer Zeit. Von Generation zu Generation wurden sie weitergegeben, die alten Schuhe. Sie sind das, was heute die meisten Menschen als „normales Verhalten“ bezeichnen. Der „Normalmensch“ besitzt heute einen Schrank voller „alter Schuhe“, in die er immer wieder einsteigt – auch wenn Füße und Seele längst schmerzen. Hier eine Liste der gängigsten „alten Schuhe“, der Lieblingsmodelle sozusagen: Keine Zeit haben Wir bilden uns ein, keine oder zu wenig Zeit zu haben, und bemerken nicht, wie allein der Gedanke „Ich habe keine Zeit!“ Hetze und Druck erzeugt. Die Wahrheit ist: Wir haben alle Zeit der Welt. Aber was machen wir damit? Die meisten Menschen verbringen den größten Teil ihrer Zeit auf unbewusste Weise. Sie sind nicht bewusst bei dem, was sie tun. Warum? Weil sie nicht lieben, was sie tun. Wer mehr Zeit haben will, möge sie bewusst und mit Tätigkeiten verbringen, die er liebt. Anstrengung und Schwere Die meisten Menschen empfinden das Leben als eher anstrengend als leicht. Aber das Leben ist nichts anderes als der Spiegel unseres Denkens. Haben Sie den Mut sich vorzustellen, dass Sie ein spielerisch leichtes Leben voller Freude leben können? Der Weg dorthin ist eine innere Entscheidung. Um in die Leichtigkeit zu gelangen, dürfen wir jedoch zunächst unsere Schöpferverantwortung übernehmen für alle Schwere, die sich bisher in unserem Leben zeigte. Opfer spielen Viele Menschen fühlen sich als Opfer, als Opfer der Eltern, des (Ex-)Partners, der Firma … Den wenigsten ist klar, wie sie sich selbst täglich zum Opfer machen. Allein im Kopf findet das Opferspiel statt. Indem wir andere verurteilen, ihnen dies oder jenes vorwerfen, machen wir sie zum Täter und uns zum Opfer. Der Hintergrund unseres Opferspiels sind oft verdrängte Gefühle der Ohnmacht, Minderwertigkeit, Schuld oder Scham. Wer genug von dem Opferspiel hat, der bemerke es und steige dann bewusst aus! DIE „ALTEN SCH U H E“ SI ND MU STER U N D GEWOH NH EITEN D ES D ENKENS, FÜ H LEN S UN D VERH ALTENS, MI T D ENEN I R GEND W ER M AL ANGEFANGEN H AT, O FT VO R LA NGER ZE I T. yoga. ZEIT

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DOSSIER Sich Sorgen machen Eine besondere Domäne der Mütter ist das Sich-Sorgen-Machen. Im Unterschied zum Gut-Sorgen für jemanden ist das Sich-Sorgen-Machen eine eher schädliche Angewohnheit. Noch keine Sorge hat dem genutzt, um den wir uns Sorgen machen. Und es schadet demjenigen, der sich oft Sorgen macht. Fassen wir den Mut, uns und unser Denken immer mehr von Sorgen zu befreien! Wegmachen, was stört Seit wohl Tausenden von Jahren lehnen die Menschen das ab, was stört, ärgert, schmerzt und unangenehm ist. Wir bekämpfen es, wollen es wegmachen, vernichten. Es gibt nicht wenige, die am liebsten die ganze Welt, die sie als unschön, ungerecht, kalt oder gar böse empfinden, weghätten. Was finden wir in unserem Leben, das wir nicht akzeptieren, annehmen können, was wir weghaben möchten oder bekämpfen? Zu welchen Gefühlen, Menschen, Ereignissen im Leben sagen wir bis heute „Nein“, obwohl sie doch ein Teil unseres Lebens waren oder sind? yoga. ZEIT

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DOSSIER „…JETZ T BI N I CH BER EI T, MI R D I ES E N W E G ZU V E R G E B E N UN D DIE U RTEI LE GEGEN MI CH U ND A N D E R E ZUR ÜC K ZUN E HM E N . I CH MACH E FR I ED EN I M I NN E N W I E I M AUS S E N . “ Sich selbst und andere verurteilen Zu verurteilen ist Volkssport Nummer eins auf allen Erdteilen. Es ist das Trennen in richtig und falsch, gut und böse. So entsteht aller Unfriede in uns selbst, zwischen uns und anderen oder zwischen den Völkern der Welt. Es ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, dass sich die meisten nicht vorstellen können oder wollen, dass es eine Alternative gibt. Jede Verurteilung verdeckt nur eine – meist unbewusste – Selbstverurteilung. Wir grenzen das aus, was wir bei uns ausgrenzen: das Egoistische, Gierige, Arrogante, Aggressive u.v.a. Der andere zeigt mir das, was ich ablehne, er präsentiert es mir, damit ich meinen Frieden machen und sagen kann: „Ich bin auch egoistisch, gierig, arrogant, aggressiv ... und ich darf es sein.“ Denn in Wahrheit sind wir beides. Kritisieren und sich auf das Negative konzentrieren Viele sind süchtig nach Kritik und dem Finden von Negativem – an sich selbst wie am anderen. In der Schule lernen wir vor allem über Kritik. Aber wann wird Kindern und Jugendlichen beigebracht, wie sie sich selbst und andere loben, aufbauen, stärken, sicherer machen? Kritik ist nicht konstruktiv, egal wie sie vorgebracht wird. Kritik sagt wenig über den Kritisierten, aber viel über den Kritiker aus. Der kritik-süchtige Mensch hat ein Problem, nicht der Kritisierte. Der Kritiker fühlt Ärger, Disharmonie, Unruhe, Wut oder was auch immer in sich selbst. Wo finden, ja suchen Sie oft nach Kritikpunkten? Und warum? What else? Weitere beliebte „alte Schuhmodelle“ sind: perfekt sein zu wollen, sich für andere aufzuopfern, Gefühle zu verstecken und zu verdrängen, den Körper zu missbrauchen und krank zu machen, sich mit anderen zu vergleichen, sich in die Angelegenheiten anderer einzumischen oder an der Vergangenheit festzuhalten. Wenn wir aber verstehen, dass wir bisher unbewusst unsere Lebenswirklichkeit samt dem Zustand unseres Körpers erschufen, können wir unser Herz für uns öffnen und sagen: „Ich habe es bisher so gut gemacht, wie ich es konnte und wusste. Jetzt bin ich bereit, mir diesen Weg zu vergeben und die Urteile gegen mich und andere zurückzunehmen. Ich mache Frieden im Innen wie im Außen.“ Das ist der Start in das Leben eines bewussten, liebenden Schöpfers, zu dem uns das Leben jetzt aufruft. yoga. ZEIT

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ANANYA du bist einzigar tig Yoga  Yogalehrer-Ausbildung Yoga-Workshops Robert T. Betz D ER AUTO R Robert Theodor Betz, geb. 1953 im Rheinland, erlebte im Alter von 42 Jahren – eingeleitet durch eine Sinnkrise – die Lebenswende und den Ausstieg aus seinen „alten Schuhen“. Es folgten die Ausbildung in Reinkarnationstherapie und ähnlichen Therapierichtungen, das Studium von Botschaften der Geistigen Welt und die Entwicklung eines eigenen Therapie ansatzes. Er hält an die 60 Seminare pro Jahr zu den Schwerpunktthemen „Lebenssinn und -erfüllung, Transformation begrenzender energetischer Zustände, Erfolg/Fülle, Liebe/ Partnerschaft, Konflikte mit Mitmenschen” u.a. Heute lebt der Psychologe und Autor vorwiegend in München und auf Lesbos, wo er sich nicht nur Urlaubsseminaren, sondern auch der Olivenölproduktion hingibt. Mehr auf: www.robert-betz.com Anusara Yoga Kurse für Neue Täglich offene Klassen Jivamukti Yoga mit Moritz Ulrich 15. - 16. November 2013 Beyond Alignment with Joey Robinson 23. 24. November 2013 Buch + CD: Robert Betz Raus aus den alten Schuhen! – Dem Leben eine neue Richtung geben Integral, 2008 Acro Yoga with Jeff & Ezgi Fisher 11. - 12. Jänner 2014 Yoga  Rolfing  Shiatsu 1060 Wien | Mollardgasse 34 www.ananya.at | 01 / 909 4781 yoga. ZEIT

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P O R T R ÄT Wer Wind sät … … wird Sturm ernten. Dieter Gurkasch – tiefgläubiger Mensch, überzeugter Yogi und Mörder – saß über 25 Jahre hinter Gittern und entdeckte Yoga als einen Weg für Versöhnung und Neuanfang. Barbara Decker hat mit ihm für yoga.ZEIT gesprochen. YZ: Wie fühlt es sich an, nach einem halben Leben hinter Gittern in die Freiheit zurückzukehren? DG: Gut (lacht). Aber zunächst natürlich verunsichernd. Man gehört nicht zur Gemeinschaft „da draußen“ dazu. Außerdem musste ich viel Neues lernen: skypen, chatten, mailen, twittern – ich hatte keine Ahnung. Meine Yogapraxis war der feste Bestandteil meines Lebens, den ich in meinen neuen Alltag – in Freiheit – integrieren konnte. YZ: Du hast insgesamt 25 Jahre und 38 Tage in Gefangenschaft verbracht … DG: Nach fünf Jahren Haft und dem Ausbruch 1988 kam ich für sieben Monate in Isolationshaft. Anschließend kassierte ich wegen einer Gefangenenrevolte nochmals vier Jahre in Isolation und wurde dann entlassen. Nach einiger Zeit draußen stürzte ich wieder auf Drogen ab. Dann gab es eine Schießerei F OTO S : I S TO C K ( 1 ) , P R I VAT ( 1 ) mit der Polizei, weshalb ich zu zwölf Jahren und einem Bewährungswiderruf von zwei Jahren und drei Monaten mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt wurde. YZ: Welche Konsequenzen hatte es, als während einer Schießerei mit der Polizei eine Kugel dein Herz knapp verfehlte? DG: Es war fast so, als hätte mich in dieser Situation, an der Grenze zwischen Leben und Tod, der Hass verlassen. Zurück im Knast, nach dem Krankenhausaufenthalt, war ich verändert: Ich war durchlässiger und konnte mein Bollwerk der Abwehr nicht halten. Meine gesamte Motivation hatte sich aus dem Hass gespeist – mein Lebensgefühl –, und all das war plötzlich nicht mehr spürbar. Mein Therapeut erklärte mir, dass mein System quasi neu gestartet worden war: wie ein Reset … ein Reload sozusagen. Plötzlich yoga. ZEIT

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P O R T R ÄT konnte ich meine Angst wahrnehmen, die ich mit Mustern der Aggression überschrieben hatte, und lernte, sie zuzulassen. Dies ermöglichte die Heilung und leitete den spirituellen Prozess ein. Das Leben selbst hat mich begnadigt. Fast 25 Jahre hat es gedauert, bis ich akzeptierte: Nicht mein, sondern Sein Wille geschehe. YZ: Du hast dich also ganz bewusst für eine andere Seite entschieden … DG: Ja. Früher wandte ich mich – verblendet durch Schmerz – der „dunklen Seite der Macht“ zu. Das ist jetzt anders, und das ist es ja, was mich umtreibt. Den Menschen zu sagen: Ihr könnt das auch – jederzeit! Egal, was ihr getan habt, wer oder wo ihr seid, ihr könnt euch umentscheiden und verändern. Vielleicht wird die Veränderung in ihrem ganzen Umfang nicht gleich heute kommen. Aber wenn du ernsthaft daran >> yoga. ZEIT

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P O R T R ÄT KU RZ B I O Dieter Gurkasch Geboren 1961 in Hamburg, wurde er wegen eines Raubüberfalls und diverser Delikte zu insgesamt 25 Jahren Haft verurteilt. Heute bietet Gurkasch, Gründungsmitglied des Vereins »Yoga und Meditation im Gefängnis (YuMiG) e.V.«, als Yogalehrer Kurse für Häftlinge an. Dieter Gurkasch Leben Reloaded – Wie ich durch Yoga im Knast die Freiheit entdeckte. € 19,60 Kailash >> arbeitest, vollzieht sich der Wandel früher oder später. Der Prozess selbst ist die Befreiung. Das Endergebnis bewertet Gott, das Universum oder wer auch immer. Alles, was zählt, ist der aufrichtige Versuch, dein Bestes in diesem Leben zu geben. YZ: Warum ist es dir wichtig, Yoga in die Gefängnisse zu bringen? DG: Yoga ist die älteste und fundierteste psychotherapeutische Maßnahme, die es gibt. Sie kanalisiert psychologische Energien durch körperliche Übungen und reinigt zutiefst, nicht mehr und nicht weniger. Der bundesdeutsche Strafvollzug soll laut Bundesverfassungsgericht auf Therapie ausgerichtet sein. Warum sollte die Justiz das erfolgreichste, älteste und dazu kostengünstigste Therapieangebot ausschlagen? Ich gebe dem Knast noch zehn Jahre – dann gibt es in jedem Gefängnis Yoga. Sie haben keine Wahl: Die Yogawelle wird auch vor den Gefängnismauern keinen Halt machen. Psychische Reinigung und Therapie sind ohne Schmerz jedoch nicht möglich. Das Besondere an Yoga ist, dass man ein ungeheures Maß an Kraft für diesen Prozess erhält. Bei allen anderen Psychotherapien wird genau dieser Punkt vernachlässigt. Zudem: Eine Strafe, die den Menschen nicht verbessert oder ändert, ist nichts als Rache. Wenn 70 % aller ehemaligen Gefangenen wieder straffällig werden, bewirkt Strafe rein gar nichts. YZ: Steht hinter Freiheit immer der Glaube? DG: Freiheit basiert immer auf Vertrauen ins Leben. Um frei zu sein, musst du die Angst loslassen. Um Angst zu verlieren, musst du glauben. Also steht tatsächlich hinter Freiheit der Glaube. Das Ziel ist es, dem Leben – der Macht der Liebe – zu vertrauen. Damit vertraust du dir selbst, akzeptierst dich selbst. Und wenn du dich mit all deinen Stärken und Schwächen annimmst, dann erst wird es dir gelingen, anderen urteilsfrei, bedingungslos und liebend zu begegnen. YZ: Die Liebe ist also ein Kind der Freiheit? DG: Umgekehrt: Die Freiheit ist ein Kind der Liebe. yoga. ZEIT F OTO S : F LO R I A N Q UA N DT ( 1 )

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TIPPS 5 1 4 Rund um Yoga L E N A W I E SBAUE R ÜBER F Ü NF UNENT BEH RL IC H E D ING E DEKORATIV INNOVATIV KREATIV KONTEMPLATIV BLUMENMOTIV Bei der Alabaster­ duftleuchte Lunaris wird ätherisches Öl zusammen mit Wasser in den Glaskolben gefüllt. Durch die Wärme der Glühbirne ver­ breitet sich merkbar, unaufdringlich und sanft ein wohlrie­ FOTOS: HERSTELLER Glückskekse als Schmuck! Das bietet die junge Designe­ rin Anja Schober unter dem Label heartware. In jedem der Glückskekse aus transparentem Acrylglas befin­ det sich ein kleiner Spruch, der auf An­ frage personalisiert werden kann. Ein ideales Geschenk – für jemand anderen oder sich selbst. www.heartware.at chendes Aroma im ganzen Raum. Lust auf einen leuchten­ den Duftmond in Ihrem Zimmer? www.primaverlife.com Gerade in Zeiten von E­Mail, SMS, Posts und Tweets tut es gut, sich im­ mer wieder an die eigene Handschrift zu erinnern. Dieses Notizbuch stammt aus tibetischen Kunsthandwerkhän­ den und freut sich auf Ihre Poesie, Gedanken und Erlebnisse. Das geben wir Ihnen schriftlich! www.eza.cc Dieses Augenkissen von Yogistar ist mit Rosenblütenblät­ tern und Leinsa­ men befüllt. Es sorgt augenblicklich für Entspannung und Wohlbefinden. Zudem wirkt Rose beflügelnd und verleiht Ihnen Mut, Zuversicht und Glücksmomente. Da kann der Winter doch getrost Einzug halten, oder? www.yogistar.com Die Firma Papertown tauscht Materialien wie Plastik, Metall und Holz gegen Karton und schafft daraus Konstruktionen, die beeindrucken. Wie zum Beispiel diese Pop­up­Blume aus weißem Karton – eine ideale und vor allem leichte Dekora­ tion für Yogastudio, Meditationsraum oder daheim. www.papertown.at yoga. ZEIT

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ASANAREIHE TEXT LENA WIESBAUER I L LU S T R AT I O N B A R B A R A S C H A U E R DER KLEINE YOGI © Hallo! Diesmal erzähle ich dir von meinem Besuch bei einer Schultafel! Lies einfach selbst oder lass dir vorlesen. Zu jedem fett gedruckten Wort gibt es eine Yogaübung und einen Spruch, den du dazu sagen kannst. Viel Spaß! ines Tages bekam ich einen Brief, in dem stand: „Lieber kleiner Yogi! Würdest du und Schüler in der Früh vor dem Unterricht machen. Der BAUM verbessert die Konzentration, für die Augen passt der ADLER sehr gut, weil der so gut sieht und im Mathematikunterricht ist es lustig, sich ab und zu wie ein DREIECK hinzustellen. Eine schöne Übung ist die WAAGE – dafür braucht es auch gaaaanz viiiiel Ruhe. Vor Schularbeiten und Tests kann es den Schülern helfen, sich wie ein HELD hinzustellen und sich zum Ziel zu setzen, dass sie beim Arbeiten entspannt bleiben. Und immer wieder zwischendurch im Unterricht ist es fein, aufzustehen und eine VORBEUGE zu machen. Zum Abschluss des mich bitte besuchen und ein paar Yogaübungen auf mich zeichnen? Dann sehen die Kinder und Lehrer etwas, was ihnen bestimmt guttut! Danke. Mit kreidigen Grüßen, deine Schultafel.“ Oooh, welch ein schöner Brief! Tags darauf besuchte ich die Schultafel und fragte sie, warum sie mir geschrieben hatte. Die Tafel seufzte: „Ach, ich dachte, du könn- test mir helfen! Ich sehe immer so wunderbare Kinder und Lehrer. Aber die haben alle so einen Stress! Und sie sitzen so viel und müssen ihre Augen so anstrengen und sich so konzentrieren und sich so vieles merken, und sie haben so Angst vor den Schularbeiten und ... ach ja!“ Von der Tafel floss eine Kreideträne zu Boden. Ich hatte zugehört und meinte: „Sei nicht traurig. Ich habe ein paar Ideen für dich. Also: Da gibt es einmal den ACHTSAMEN STAND. Den können die Lehrer ganzen Schultags schlage ich vor, dass jeder Schüler und jeder Lehrer ein DANKE IM STEHEN oder ein DANKE IM SITZEN spricht – für alles, was an diesem Tag gut war. Was meinst du, liebe Tafel? Hilft dir das?“ Die Tafel lächelte und umarmte mich. Wer weiß, vielleicht war es ja sogar deine Schultafel! yoga. ZEIT

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ASANAREIHE ACHTSAMER STAND Groß und aufrecht steh‘ ich da / und fühle mich so wunderbar. BAUM Es lacht mein freundliches Gesicht, / als Baum halte ich‘s Gleichgewicht. ADLER Als Adler seh‘ ich gut und weit, / das freut mich sehr, zu jeder Zeit. DREIECK Als Dreieck greife ich zum Boden / und strecke meinen Arm nach oben. WAAGE Wie die Waage steh‘ ich da, / halte still – wie wunderbar. Stark blick‘ ich in meine Welt, / wenn ich dasteh‘ wie ein Held. HELD VORBEUGE Ich beuge mich nach vorn – wieso? / Weil das macht mich ganz, ganz froh. DANKE IM STEHEN Ich denk‘ an das, was heute fein, / denn dafür will ich dankbar sein. DANKE IM SITZEN Ich denk‘ an das, was heute fein, / denn dafür will ich dankbar sein. yoga. ZEIT WWW.DERKLEINEYOGI.AT

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DOSSIER T E X T R O S E M A R I E WA G N E R - F L I E S S E R F OTO S U N D I L L U S T R AT I O N E N : N A N G T E N M E N L A N G I N T E R N AT I O N A L LU JONG, DER OPA VON YOGA yoga. ZEIT Wildgans, Yak und Falke

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DOSSIER ber 8.000 Jahre alt, mündlich weitergegeben, allumfassend und tibetisch: Lu Jong – eine Bewegungslehre und ein Heilsystem, das angeblich noch vor Yoga, Qigong und Co. auf der Welt war und gerne auch „tibetischer Yoga“ genannt wird. Eigentlich wurden – wie so oft – nur auserwählte und talentierte Lamas in den Klöstern der verschiedenen philosophischen Richtungen in den Techniken rund um Lu Jong unterwiesen, denn auf ein Heilsystem gilt es gut aufzupassen. Durch die veränderte politische Situation Tibets kamen jedoch ausgebildete Lehrer in den Siebzigerjahren nach Europa und schufen einen westlichen Zugang zu diesem kostbaren Wissen der Tibeter. Gott – bzw. Buddha – sei Dank. Heutzutage wird Lu Jong in unseren Breiten vor allem von Tulku Lobsang unterrichtet, einem Rinpoche aus Amdo in Osttibet. Er wurde in allen vier philosophischen Schulen ausgebildet, passte die tibetischen Lu-JongÜbungen den Bedürfnissen des westlichen Menschen an und stimmte sie darauf ab, einen höchstmöglichen gesundheitlichen Nutzen zu erzielen. Lu Jong führt zu Veränderungen körperlicher, aber auch – oder vor allem – geistiger Art. Die Lu-Jong-Übungen bilden den Basisteil der tibetischen Heilübungen, die dann noch Tsa Lung (Übungen mit feinstofflichen Energien und Atem), tummo (Meditation) und natürlich bliss (Glückseligkeit) enthalten. Alle diese Wege sorgen für ein gesundes Leben und unterstützen den Körper und den Geist auf dem Weg zur Selbsterkenntnis. Lu heißt Körper, und jong bedeutet Schulung. Diese Bewegungslehre balanciert aber nicht nur unsere Physis aus, sondern auch unseren Geist. Bei Lu Jong flossen die tiefen yoga. ZEIT FOTOS: VEER (2)

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DOSSIER Kenntnisse der Meister über Natur, Geist und Körper in die Übungen ein. Sie hatten erkannt, welchen Einfluss die Umwelt und die fünf Elemente Wasser, Erde, Feuer, Wind und Raum auf uns Menschen haben. Außerdem wussten sie, welche natürliche Kraft in unserer Geisteshaltung liegt und wie sie mit den Kräften der Natur in Verbindung steht. Ihnen war bekannt, welche Verbindung Geist und Atem haben und wie der Geist den lung – den inneren Wind – als feinstoffliche Lebensenergie beeinflusst, und umgekehrt. Dieser Wind wirkt auf besondere Weise auf unsere Meridiane und letztendlich auf unsere Gesundheit. Durch die Beobachtung der Tiere und ihres Verhaltens in bestimmten Situationen erlebten die Tibetaner die heilenden Kräfte der Natur. Deshalb sind viele Lu-Jong-Übungen den Bewegungen der Tiere nachempfunden und haben fantasievolle und zum Schmunzeln anregende Namen wie „Wie die Wildgans Wasser trinkt“, „Wie der Yak seinen Kopf schwingt“ oder „Wie der Falke sich im Wind dreht“. Die Übungen sind sowohl mit den philosophischen Schulen als auch mit der Medizin Tibets verbunden. Nach deren Sichtweise werden wir dann krank, wenn das Gleichgewicht der Elemente in uns gestört ist. In der tibetischen Medizin spricht man von Wind-, D E R M E N S C H I ST N I C HT F ÜR D I E B E QUE M L I C HK E I T G E M AC HT. (tibetische Weisheit) yoga. ZEIT

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Tulku Lobsang 15.–17.11.2013 Wolkersdorf bei Wien Innere Balance finden [Wochenend-Retreat] Um unsere Balance wiederzufinden, müssen wir im ersten Schritt unsere Faulheit überwinden. Die Trägheit bewirkt, dass unser Leben an uns vorbeizieht, ohne dass wir es wirklich leben. Die sanften und ausgleichenden 5 ElementeÜbungen aus dem Lu Jong sind ein weiterer Aspekt dieses Retreats. Abgerundet wird das WochenendRetreat mit einer einfachen Meditationsanleitung, die uns hilft, eine gelassene Geisteshaltung einzunehmen und zu bewahren. F OTO S U N D I L L U S T R AT I O N E N : N A N G T E N M E N L A N G I N T E R N AT I O N A L Hotel Klaus, Julius Bittner-Platz 4 2120 Wolkersdorf Preis: ab € 260,Anmeldung erforderlich! office@tulkulobsang.org www.tulkulobsang.org (01) 212 7000 yoga. ZEIT

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DOSSIER W ER Ü BER SI CH SEL B ST HI N AUS G E HE N W I L L , MU SS I N SI CH S E L B ST HI N AB ST E I G E N . (tibetische Weisheit) Galle- und Schleimkrankheiten. In unserem Körper befinden sich mehr als 72.000 Kanäle (Meridiane), durch die Energie (= Wind) fließt. Dieser Wind ist Träger von den drei Säften: Wind, Galle und Schleim. Treten in den Meridianen Blockaden auf, können die Säfte nicht mehr in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander fließen und es kommt zu Erkrankungen. Durch die richtigen Bewegungen jener Körperstellen, an denen sich die Hauptpunkte der Meridiane befinden, werden die Kanäle weich und durchlässig gehalten. Tägliche Übungen sensibilisieren und stärken sie, und so können durch Lu Jong nicht nur physische, sondern auch psychische Krankheiten bewältigt werden. Im Lu Jong gibt es fünf Grundübungen, die für einen Ausgleich der Elemente sorgen. In weiterer Folge machen fünf Übungen für die Wirbelsäule, fünf Übungen für die Organe und sechs Übungen für Befindlichkeiten das Spektrum des Lu Jong erfahrbar. Die Übungen selbst sind sehr einfach, weich, ja beinahe fürsorglich und leicht für Menschen jeden Alters erlernbar. Trotz ihrer Schlichtheit verfügen sie über eine äußerst tiefe, reinigende und klärende Wirkung, indem Blockaden gelöst, Giftstoffe nach außen transportiert werden und die Lebensenergie wieder in Fluss gebracht wird. Auf den folgenden Seiten laden wir Sie dazu ein, die ersten fünf Übungen auszuprobieren – vielleicht macht Ihnen das Lust auf mehr? yoga. ZEIT

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DOSSIER Lu Jong zum Lesen: Lu Jong: Die älteste tibetische Bewegungslehre von den Mönchen aus den Bergen zur Heilung von Körper und Geist Lama Lobsang Tulku Rinpoche O.W. Barth, 2012 € 18,99 Lu Jong zum Anschauen: Lu Jong – The Five elements Lama Tulku Lobsang Rinpoche € 19,90 tulkulamalobsang.org Wichtige Links: tulkulobsang.org lujong.org ashtangavienna.at be3centrum.de Tibetisches Heil yoga mit Ralf Bauer € 21,99 ralfbauer-yoga.de p I h re . p a d m w ala: om c eM l i ch o o l e s . n ersö e-j für YogaZeit Leser 10 % individuelle Malas in Handarbeit gefertigt Jede einzelne Perle mit Sorgfalt ausgewählt und mit Hingabe aufgefädelt. Schließlich entsteht eine Mala mit viel Liebe zum Detail: jede Kette ein handgearbeitetes Unikat. Auf Wunsch beraten wir Sie gerne und fertigen Ihre Mala zu einem individuellen Schmuckstück mit persönlicher Note an. yoga. ZEIT

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ASANAREIHE DIE FÜNF GRUNDÜBUNGEN DES LU JONG high Mit dieser Asanastrecke laden wir Sie dazu ein, die ersten fünf Grundübungen des Lu Jong zu praktizieren beziehungsweise auszuprobieren. Sie dienen zur Öffnung der fünf Elemente – Wasser, Feuer, Erde, Wind und Äther – und bestehen immer aus zwei Teilen. Im ersten Teil sammelt sich das Zuviel an Wind, Hitze, Galle oder Schleim an einer bestimmten Stelle im Körper – durch Dehnung, Drehung, Pressung oder Entspannung. Danach wird in einer zweiten Übungsabfolge der Wind der sogenannten Abfallstoffe aus dem Körper transportiert. arum gerade diese Übungen? Da Lu Jong vor über mehr als 8.000 Jahren entstand, ist es gar nicht so leicht, diese Frage zu beantworten. Eine Theorie besagt, dass die Menschen zum Großteil in den doch sehr kargen Gegenden des tibetischen Hochplateaus lebten. Einen schnellen und leichten Zugang zu medizinischer Versorgung gab es nicht, weshalb die Erhaltung der Gesundheit an wichtiger Stelle stand. So wurde Lu Jong entwickelt – in aller Natürlichkeit und Einfachheit. Die Übungsserie, die wir Ihnen nun vorstellen, wirkt ganzheitlich regulativ auf Körper und Geist, kräftigt Rücken und Wirbelsäule und kann zu einer augenblicklichen Entspannung im gesamten System führen. Sie brauchen eigentlich keine Matte dafür, da keine der Übungen erfordert, dass Sie sich zum Beispiel auf den Boden legen. Außerdem dauert die Gesamtabfolge nur rund zwölf Minuten. Und ganz ehrlich: Zwölf Minuten hat man immer! Wiederholen Sie jede Übung sieben Mal und führen Sie dann drei Mal die Abfolge zur Ausatmung der Abfallstoffe durch. Und ganz, ganz wichtig: Tragen Sie ein Lächeln auf den Lippen. Also dann: High five! MODEL ROSEMARIE WAGNER-FLIESSER www.ashtangavienna.at FOTOS PHILIPP STROHM www.yogamehome.org MODE JAYA ORGANICS www.jaya-fashion.de yoga. ZEIT

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ASANAREIHE Immer als Zwischenübung: Ausatmung des Windes der Abfallstoffe 1. Einatmen, ausatmen, vorbereiten: Füße etwas mehr als hüftbreit auseinander, die Hände sind auf Nabelhöhe, Handrücken nach oben. 2. Einatmen durch die Nase bis in den Bauch, dabei die Hände anheben. 3. Ausatmen durch den Mund mit einem sanften „HA“. WICHTIG Jede Übung 7 X wiederholen nach jeder Übung 3x den Wind der Abfallstoffe ausatmen Lächeln! yoga. ZEIT

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Tibetische Weisheitslehre Meditationslehrer Ausbildung Beginn März 2014 Ausbildungsleiter Lharampa Tenzin Kalden Tibetischer Mönch und Hoher Gelehrter Workshops Retreats Seminare Wandern Langlaufen sich spüren . . . . . im Urlaub ... „Wie die Wildgans Wasser trinkt “ (nangomo tschu tung) – für das Raumelement www.aufatmen.at „aufatmen“ Maria + Wolfgang Pfeiffer 6105 Leutasch, Gasse 186a Telefon +43.5214.6803 info@aufatmen.at 1. Einatmen und vorbereiten: Gegrätscht hinstellen, Füße ganz leicht nach außen drehen, Beine sind gestreckt. Hände auf den Hüften aufstützen, die Daumen zeigen nach vorn, die Finger liegen am Rücken auf. 2. Ausatmen, von der Hüfte mit geradem Rücken nach vorne beugen, Kopf zieht Richtung Boden. 3. Einatmen, mit geradem Rücken nach oben kommen, Atem halten und sanft zurückbeugen. 4. Ausatmen, in eine aufrechte Position zurückkehren. yoga. ZEIT

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ASANAREIHE „Wie der Yak sich die Schulter reibt “ (nangomo tschu tung) – für das Raumelement 1. Einatmen, ausatmen, vorbereiten: Beine weit grätschen, Hände in die Hüften stützen, Arme zeigen rechtwinklig nach außen (Finger zeigen diesmal nach vorn). Dann linken Fuß nach links drehen, rechter Fuß bleibt gerade, linkes Bein bis 90° beugen. 2. Einatmen, Oberkörper nach links bzw. hinten drehen, rechte Schulter zieht zum linken Knie, Atem und Position kurz halten. 3. Ausatmen, zur Ausgangsposition drehen, Wechsel zur rechten Seite, und diese Abfolge wiederholen. yoga. ZEIT

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ASANAREIHE „Wie das Wildpferd sich hinlegt “ (kyangmo nyel tab) – für das Windelement 1. Einatmen, ausatmen, vorbereiten: Füße etwas mehr als hüftbreit hinstellen, Hände in die Hüften stützen (Finger wieder nach vorn), Arme und Ellbogen zeigen rechtwinkling nach außen. Dann linken Fuß nach links drehen, Knie fast durchstrecken. 2. Einatmen, Oberkörper zuerst nach links und dann nach unten drehen, rechter Ellbogen zieht zum linken Knie, Atem und Position kurz halten. 3. Ausatmen, zur Ausgangsposition drehen, Wechsel zur rechten Seite, und diese Abfolge wiederholen. yoga. ZEIT

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„Wie der Falke sich im Wind dreht “ (trayi lung zin) – für das Feuerelement 1. Einatmen und vorbereiten: Mit geschlossenen Füßen stehen, Hände in die Hüften stützen, wobei die Daumen nach vorne, Arme und Ellbogen nach außen zeigen. 2. Ausatmen, von der Hüfte mit geradem Rücken nach vorne beugen, Kopf zieht Richtung Boden. 3. Einatmen, mit geradem Rücken nach oben kommen, Atem halten und sanft zurückbeugen. 4. Ausatmen, in eine aufrechte Position zurückkehren. Sein Charme zaubert ein Lächeln auch auf müde Gesichter und mit seinen klugen Sprüchen ist er für viele Fans - alleine über 22.000 auf Facebook - eine tägliche Inspiration. Zum ersten Mal erscheinen nun liebevollst gestaltete Kalender vom kleinen Yogi. Wand-, Geburtstags- und Adventkalender für zuhause, Büro oder Yogastudio - zu finden ab sofort im Handel oder unter yoga. ZEIT

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ASANAREIHE yoga. ZEIT

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ASANAREIHE „Wie sich ein neuer Berg zwischen vier Kontinenten erhebt “ (ling shi ta dril) – für das Wasserelement 1. Einatmen, ausatmen, vorbereiten: Mit geschlossenen Füßen stehen, Gesäß anspannen, Steißbein zieht nach unten, die Hände fassen einander so, dass die rechte Hand den Handrücken der linken umfasst (siehe Detail), die Arme gehen zunächst nach unten. 2. Einatmen, Arme gerade über den Kopf bewegen, hochziehen und Atem halten. 3. Ausatmen, Arme senken. 4. Nach 7x Hochziehen die Handposition ändern und wieder 7x wiederholen. yoga. ZEIT

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AY U R V E D A Der Wind, der Wind, das himmlische Kind Tipps und Tricks zum vorweihnachtlichen Vata-Ausgleich von Iris Weiland ebel, nasskaltes Wetter und kalter Wind läuten im ayurvedischen Jahreskreis die Dominanz von Vata-Dosha ein. In dieser Phase des Übergangs zum Herbst und frühen Winter gerät das sensible und seiner Natur nach bewegliche Dosha leicht aus dem Gleichgewicht. Dazu kommen in der „heißen“ Phase vor Weihnachten noch Stress und Hektik, die eine Aggravierung von Vata vorantreiben. Vata ist das am schwersten fassbare der drei Doshas und gleicht mit seinen Eigenschaften leicht, trocken, rau, kalt, beweglich und schnell dem Wind. Diese Eigenschaften sind es auch, auf die man das Augenmerk richten muss, um Vata in Balance zu halten. Denn Nahrungsmittel bzw. Substanzen sowie Lebensstil und Verhaltensweisen mit genau diesen Qualitäten erhöhen Vata. Kalte, trockene, leichte Nahrungsmittel wie Hirse, Gerste, Rohkost, Knäckebrot oder Salate sollten yoga. ZEIT FOTOS: PHOTOCASE (2)

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AY U R V E D A WIND UND VATA in der kalten Jahreszeit vom Speiseplan gestrichen werden – vor allem von Vata-Konstitutionen und Menschen mit einer Vata-Disbalance. Aber auch Stress, Hektik, Schlafmangel, Computerarbeit, Reisen oder Lärm sorgen für einen Vata-Anstieg. Um einen Ausgleich von Vata zu erreichen, sollten Nahrungsmittel gewählt werden, die gegenteilige Eigenschaften aufweisen, die also schwer, warm, flüssig, saftig und nährend sind. Hierzu eignen sich ausgezeichnet: Nüsse, Milch, Ghee, Reis, Weizen, Wurzelgemüse, rote Rüben, wärmende Gewürze wie Zimt, Kreuzkümmel, Ingwer oder Lorbeer, aber auch Geflügel, Eier und ab und zu ein Glas Rotwein. Bei Lebensstil und Verhalten ist unbedingt auf Regelmäßigkeit zu achten, beim Tagesrhythmus, vor allem aber bei den Mahlzeiten. Außerdem sind genügend Schlaf und Ruhephasen wichtig. Gerade in der ohnehin hektischen Vorweihnachtszeit ist es angesagt, ganz besonders auf Vata-Dosha zu achten: Gönnen Sie sich einen heißen alkoholfreien Punsch mit wärmenden Gewürzen oder eine nährende Gewürzmilch mit ein paar leckeren Keksen, und planen Sie Zeitfenster nur für sich selbst ein. Verwöhnen Sie sich mit Massagen, entspannenden Bädern sowie sanftem Yoga und Meditation. Sie werden den Unterschied spüren! yoga. ZEIT

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AY U R V E D A WISSEN KOMPAKT VATA ata setzt sich aus den Elementen Luft und Äther zusammen und repräsentiert das Prinzip der Bewegung. Seine typischen Eigenschaften sind leicht, trocken, rau, kalt, beweglich und schnell. Vata ist als Regelungs- und Steuerungsprinzip für alle Arten von Bewegung im Körper verantwortlich. Es reguliert Herz-, Atem- und Verdauungsbewegung, die Ausscheidung, den Ausstoß des Samens sowie die Menstruation. Vata sorgt für die Entwicklung des Fötus im Mutterleib und setzt die Geburt in Gang. Es steuert das zentrale Nervensystem und kontrolliert die Aktivität von Muskeln, Nerven, Gehirn und Sinnesorganen. Sprechen, Zellteilung und Anregung des Verdauungsfeuers gehören ebenso in den Bereich von Vata. Vata als Bewegungsprinzip hat zudem die Aufgabe, die eher unbeweglichen Doshas Pitta und Kapha zu aktivieren und zu führen. Wenn Vata im Gleichgewicht ist, sind es die beiden anderen in der Regel auch. Deshalb ist es besonders wichtig, auf ein ausgeglichenes Vata-Dosha zu achten. Lokalisiert wird Vata im unteren Körperdrittel, mit dem Hauptsitz im Dickdarm. Seine Nebensitze sind der Lendenbereich, der Kreuzbeinbereich, die Oberschenkel, die Sinnesorgane und die Knochen. yoga. ZEIT FOTOS: VEER (2)

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AY U R V E D A D ER VATA - M ENS C H Körper, NeiguNgeN, LebeNsstil • meist klein, zart, zierlich und feingliedrig oder sehr groß und hager • leichter Knochenbau, schwach entwickelte Muskulatur • unruhige, trockene Augen, Neigung zu dunklen Augenringen • Tendenz zu körperlichen Unregelmäßigkeiten • dünne, trockene Haare, brüchige Nägel • Neigung zu einer unregelmäßigen Lebensführung • berührungs- und geräuschempfindlich • schnelle Auffassungsgabe, gesprächig, begeisterungsfähig • fantasievoll, kreativ und feinfühlig, künstlerisch begabt • sehr gutes Vorstellungsvermögen • oft unkonzentriert und vergesslich • wenig ausgeprägter Wille, wenig Selbstvertrauen • unruhiger Schlaf, wacht öfter auf, braucht wenig Schlaf • Stimmungsschwankungen • sprunghaftes Wesen Vata-Package € 90 ,- VAT PACK AAG NUR E Mehr Informationen zur Anwendung und zum Genuss: Kerala Ayurveda Shop by Sonnentag e.U. Neubaugasse 62/7, 1070 Wien T: 0043 (1) 522 57 26 www.keralaayurvedashop.com Inhalt: Dhanvantaram Tailam, Chyavanprash, Ghee, Teff Flocken, Vata Tee, getrocknete Mangostücke, Ashwagandha Churna und jede Menge Gewürze – Da kann die kalte Jahreszeit ruhig kommen! yoga. ZEIT

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D ER VATA - M ENS C H Symptome eiNes VAtA-UNgleichgewichts: • Gewichtsverlust, Schwäche • Verdauungsbeschwerden • trockene, raue Haut • Schlafstörungen und Schlaflosigkeit • lockere, trockene, instabile Gelenke • Arthrose und Bluthochdruck • Nervosität, Zittern, Schwindel • gesteigerte Schmerzempfindlichkeit, häufige Schmerzen • Steifheit und Krämpfe • Neigung zu Sorgen und Ängsten • innere Unruhe, mentale Instabilität FOTOS:PHOTOCASE (2) yoga. ZEIT

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AY U R V E D A D E R VATA-M E N S C H WAs VAtA erhöht: D ER VATA-MENS C H WAs VAtA Ausgleicht: • trockene, kalte, rohe und leichte Nahrungsmittel und kalte Getränke • bittere und zusammenziehende Nahrungsmittel und Gewürze • unregelmäßige Mahlzeiten bzw. Fasten • Genussmittel wie Kaffee, Nikotin und Energy-Drinks • Stress, Hektik, Lärm, Schlafmangel • generelle Unregelmäßigkeit in der Lebensführung • Reisen • Kälte – wie kalter Wind bzw. kaltes Wetter • mindestens drei regelmäßige warme Mahlzeiten am Tag • warme, frisch gekochte, nährende Speisen von bester Qualität • leicht verdauliche Nahrungsmittel mit salzigem, saurem und süßem Geschmack • mit genügend Fett, z.B. Ghee, Sonnenblumenoder Sesamöl, zubereitete Speisen • regelmäßiges Trinken von z.B. Ingwerwasser, Kräutertees oder abgekochtem Wasser • in Ruhe zu essen und danach etwa 20 Minuten lang auszuruhen • ein geregelter Tagesablauf • Ruhe und Struktur • vor 22 Uhr schlafen zu gehen • eine Fußmassage mit Sesam- oder Vata-Öl vor dem Schlafengehen • fixe Rituale wie regelmäßige Meditation und ein sanftes Yogaprogramm mit sanftem Pranayama gegen innere Unruhe und Nervosität • regelmäßige Ölmassagen mit Sesamöl oder einem speziellen Vata-Öl • warme Bäder und warme Kleidung yoga. ZEIT

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AY U R V E D A Praktische Tipps zum Vata-Ausgleich MITTAGESSEN FRÜHSTÜCK Am besten starten Menschen mit einem akuten Vata-Überschuss mit einer Tasse heißen Ingwerwassers in den Tag. Das Frühstück sollte unbedingt warm und von nährender Qualität sein. Hierzu eignet sich ein Getreide- oder Grießbrei mit Rosinen, Nüssen und gedünstetem Obst sowie wärmenden Gewürzen wie Zimt, Nelken und Sternanis. Über den Tag verteilt viel warmes, abgekochtes Wasser oder Kräutertees mit wärmender und beruhigender Qualität trinken. Am Vormittag kann auch Ingwerwasser getrunken werden. Das Mittagessen sollte die Hauptmahlzeit des Tages sein, stets alle Geschmacksrichtungen enthalten (für Vata sind der süße, saure und salzige Geschmack sehr wichtig) und frisch gekocht werden. Auf Rohkost und Salate im Winter am besten ganz verzichten! Die Speisen sollten saftig gekocht sein, also viel Sauce und ausreichend Salz und Fett enthalten. Beim Essen selbst ist auf Ruhe und eine entspannte Atmosphäre zu achten – Geschäftsgespräche oder hitzige Diskussionen vermeiden, genauso wie zusätzliche Ablenkungen durch TV oder Zeitung. Am Nachmittag empfehlen sich Gewürztee (ohne Schwarzteeanteil) mit heißer Milch und etwas Rohrohrzucker sowie ein kleines Stück Kuchen. „Salzige“ Typen greifen am besten zu einem Teller Gemüsesuppe. ABENDESSEN UND ABENDGESTALTUNG Ideale Speisen am Abend sind Cremesuppen (Kürbis, Karotte, Pastinake, Zucchini, Kartoffel, …) oder saftige vegetarische Eintöpfe. Danach einfach beruhigenden Vata-Tee trinken und den Tag ausklingen lassen. Ein gemütlicher Spaziergang, ein sanftes Yoga- und kurzes Meditationsprogramm oder ein heißes Bad besänftigen Vata. Davor könnte man den Körper mit warmem Sesam- oder VataÖl einreiben, 20 Minuten einwirken lassen und dann baden. Ein Schuss Vata-Öl, emulgiert mit Schlagobers, ins Badewasser geben und entspannen. Computer, Fernsehen oder intensive Handynutzung am Abend pusht Vata wieder hoch, also am besten erst gar nicht einschalten! Bettzeit für Vata ist vor 22 Uhr, da hier noch Kapha-Dosha mit seiner Schwere aktiv ist und das Einschlafen erleichtert. FOTO: VEER (1)

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A D V E RTO R I A L KUSCHELWEISS UND RUNDUM GLÜCKLICH WINTERZAUBER UND ZEN IM ROGNER BAD BLUMAU Wenn die Erde sich in einen kalten Mantel hüllt, die Bäume bunte Blätter tanzen lassen und der Himmel alsbald Schneeflocken lacht, dann ist es bald soweit, uns mit Ruhe und Langsamkeit zu umgeben. Genießen Sie darum einen „Winterzauber“ der besonderen Art im Rogner Bad Blumau. Tauchen Sie leichten Herzens in eine märchenhafte Wasserwelt, wohltuende Massagen und entspannte Momente ein. (1, 2, 3, 4 oder 5 Nächte - gültig von 3. Nov. bis 25. Dez. 2013) Ein weiteres Angebot des Rogner Bad Blumau ist eine wahre Zen-sation: Im Rahmen eines „Zen-Wochenendes“ verbringen Sie Momente in Kraft und Stille. Sie lernen die Kunst des Zen kennen und verbinden sich wieder mit Ihrer innewohnenden Kraft. (buchbar für 15. – 17. Nov. 2013 oder 29. Nov. – 1. Dez. 2013) Mehr über den WINTERZAUBER und die ZEN-WOCHENENDEN sehen Sie auf: www.blumau.com Rogner Bad Blumau A-8283 Bad Blumau 100 T: (+)43 (0)3383 5100 - 0 F: (+)43 (0)3383 5100 - 808 urlaubsschneiderei@rogner.com www.blumau.com Sie brauchen ein Geschenk für einen Menschen, der Ihnen wichtig ist? – Die Urlaubsschneiderei im Rogner Bad Blumau erstellt gerne das ideale Weihnachtspaket für Sie! yoga. ZEIT

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GESCHENKE yoga. ZEIT

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GESCHENKE 1 | engelhafte Weihnachten mit einem ENGELSRUFER www.engelsrufer.de • 2 | affirmative Weihnachten mit einem liebevoll gestalteten KINDER-YOGA-KARTEN-SET (27 Asanas mit Kraftsätzen) office@entfaltung.net • 3 | süße Weihnachten mit der leckeren Birkenzucker-Blüten-Gewürzmischung SÜßE VERFÜHRUNG www.birkenzucker.at • 4 | filmreife Weihnachten mit der DVD „FREE THE MIND“ www.mindjazz-pictures.de • 5 | kreative Weihnachten mit einer INDIVIDUELL BEDRUCKTEN YOGAMATTE mit eigenem Bild oder Designs aus dem Shop www.yogamigo.de • 6 | faire Weihnachten mit der Mode von ANUKOO www.anukoo.com • 7 | sonnige Weihnachten mit der absolut rutschfesten und geruchsfreien YOGAMATTE SUN aus Naturkautschuk www.yogistar.com • 8 | wertvolle Weihnachten mit einer EDELSTEIN-MALA www.malawelt.de • 9 | frohe Chai-nachten mit einem köstlichen CHAISIRUP www.keralaayurvedashop.at • 10 | hingebungsvolle Weihnachten der Mantra-CD BHAKTIPRAYERS von Janin Devi www.janindevi.de • yoga. ZEIT

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TEXT IRIS WEILAND este Ayurveda de Luxe Das noble und romantische Ayurveda-Parkschlösschen in Traben-Trarbach F OTO S : AY U R V E D A PA R K S C H LÖ S S C H E N ( 2 ) , N O M I B A U M G A RT L ( 2 ) ie Hausführung faszi­ niert mich, im Ayur­ veda­Parkschlösschen im idyllischen Traben­Trarbach an der Mosel. Eingebettet in einen 4,5 Hektar großen Park liegt hier ein einzigartiger Rückzugsort für Körper, Geist und Seele. 58 nach ayurvedi­ schen Prinzipien gestaltete, elegante Zimmer, ein Restau­ rant, ein rein ayurvedischer Therapiebereich mit 24 Behand­ lungs­ und Ruheräumen, ein 2.000 m² großer Spa­Bereich sowie ein 100köpfiges, bestens geschultes Team erwarten den Ayurveda­Kurgast. Vier erfahrene Ärzte mit schulme­ dizinischer und ayurvedischer Ausbildung und 40 Ayurveda­ Therapeuten betreuen die Gäs­ te, die für Panchakarma oder Spezialkuren und ­programme an diesen Ort kommen. Kuli­ narisch werden die Gäste von Chefkoch Eckhard Fischer und seinem Team verwöhnt. Die rein vegetarischen Gourmet­ menüs sind ein unbeschreibli­ ches Geschmackserlebnis und eine Freude für die Augen. Die junge Ayurveda­Ärztin Vanita Kansal betreut mich während meines Aufenthalts. Ihre treffsichere ausführliche Pulsdiagnose und Befragung vermitteln beachtliche Kompe­ tenz und Einfühlungsvermö­ gen. Auf Grund von zu hohem Kapha und etwas erhöhtem Pitta verordnet sie mir ein Vishesh – eine Ganzkörper­ Synchronmassage mit wenig Öl, aber mehr Druck und Tempo – sowie eine Kalari­Massage, um meinen Stoffwechsel anzu­ kurbeln. Im Therapiebereich empfangen mich die Thera­ peutinnen achtsam und für­ sorglich. Jeder Klient verfügt über einen eigenen Ruheraum, um sich nach der Massage bei einer Tasse Tee auszuruhen und zu duschen. Die Massagen sind technisch sehr gut und an die jeweilige Konstitution und Störung angepasst. Besonders hervorzuheben ist die liebevolle Umsorgung: Bei der Kopfmas­ sage wird eine Wärmeflasche yoga. ZEIT

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unter den Füßen platziert, und die Schultern sowie Körpertei­ le, die nicht massiert werden, werden mit warmen Tüchern zugedeckt. MEHR INFORMATIONEN: Ayurveda-Parkschlösschen Wildbadstraße 201 D-56841 Traben-Trarbach Tel.: +49 (0)6541 705 0 www.parkschloesschen.de UNBEDINGT ANSEHEN: Das Buddha-Museum befindet sich unweit des Ayurveda-Parkschlösschens. Hier hat Parkschlösschen-Besitzer Wolfgang Preuß 2.000 faszinierende Exponate zusammengetragen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ayurveda­Pionier Hans H. Rhyner gehört seit 2012 zum Parkschlösschen­Team. Von ihm erhalte ich nach einer Konsultation eine ausführli­ che Meditationseinweisung sowie in einer feierlichen Zere­ monie mein persönliches Man­ tra mit dem Auftrag, es täglich 108­mal zu rezitieren. Jeden Abend stehen im Parkschlösschen Vorträge zu verschiedenen Themen auf dem Programm. Ich habe das Glück, den Vortrag über die ayurvedische Ernährung von Chefkoch Eckhard Fischer zu hören, und er beeindruckt mich nun nicht mehr nur als Virtuose am Herd, sondern auch mit seiner Art, das für viele Menschen kompliziert anmutende Thema „ayurve­ dische Ernährung“ einfach, alltagstauglich und mit einem Augenzwinkern auf den Punkt zu bringen. Das Ayurveda­Parkschlöss­ chen ist das einzige mit fünf Sternen ausgezeichnete Kur­ hotel in Europa, das die ayur­ vedische Philosophie ganz­ heitlich und ausschließlich umsetzt. Zu Recht wurde es zum heurigen 20­jährigen Jubiläum mit dem World Spa & Wellness Award als „Best Destination Spa of the Year“ und dem SENSES Award in der Kate­ gorie „Best Ayurvedic Resort Outside India“ ausgezeichnet. Mi casa es su casa! CASA EL MORISCO Ein kleines Paradies in Andalusien YOGAWohlfühlurlaub 24.2. – 17.11.2013 22.12. – 29.12.2013 29.12.2013 – 5.1.2014 2.3. – 16.11.2014 wochenweise buchbar Yogaausbildungen Seminare für Körper, Geist und Seele Urlaubswochen, die einfach gut tun CASA EL MORISCO s/n E-29790 BENAJARAFE Spanien www.morisco.de yoga. ZEIT

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AY U R V E D A Herbstlicher Gaumenschmaus Eckhard Fischer, Chefkoch des Fünf-Sterne-Kurhotels Parkschlösschen in Traben-Trarbach, ist ein Virtuose am Herd. Er hat für yoga.ZEIT ein Herbstmenü zusammengestellt, das nicht nur die Geschmacksknospen, sondern auch die Augen verwöhnt. ALLE REZEPTE FÜR 4 PERSONEN Rote-RübenCarpaccio mit Rettichkrone ZUBEREITUNG: 1. Die rote Bete mit allen Zutaten 2 mittlere rote Beten 2 EL Rotweinessig 1 kleine Zwiebel 1 kleiner Apfel ½ TL Kreuzkümmel 1 TL Kardamom, grün 1 TL Wacholderbeeren 1 TL Salz 2 EL Zucker 1 kleine Zimtstange ½ TL Nelken 2 Lorbeerblätter 1 kleines Stück Rettich 1 Zitrone 1 TL Zucker ½ TL Salz ¼ TL Pfeffer, schwarz 1 kleiner Apfel 1 kleine Karotte etwas Schnittlauch rote Sprossen als Garnitur in einen Topf geben, knapp mit Wasser bedecken und ca. 1 – 1,5 Stunden garen. Rote Bete im Sud abkühlen lassen, dann schälen und in feine Scheiben hobeln. 2. Rettich in feine Streifen schneiden, Karotte und Apfel fein würfeln, Schnittlauch klein schneiden. Zitrone auspressen, Zucker, Salz und Pfeffer hinzugeben und daraus eine herzhaft süß-saure Vinaigrette anrühren. Das zuvor geschnittene Gemüse darin marinieren. 3. Finale: Auf einem Teller die roten Rüben als Carpaccio auslegen und mit Vinaigrette übergießen. Das marinierte Gemüse als „Rettichkrone“ auf dem Carpaccio arrangieren und mit roten Sprossen garnieren. yoga. ZEIT

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AY U R V E D A ZUBEREITUNG: 1. Den Kürbis schälen, halbieren, entkernen und in Würfel schneiden. Im Wasser mit 1 TL Salz 4 Minuten lang kochen, herausnehmen und abschrecken. Die Orangenschale abreiben, zur Seite stellen, die Orange auspressen. Die Chilischote entkernen und fein hacken. In einer Pfanne die Butter heiß werden lassen, die Gewürze außer Muskat und Basilikum sowie die Kürbiskerne dazugeben und die Kürbiswürfel unter vorsichtigem Wenden anbraten. Mit Orangensaft ablöschen, salzen, Basilikum und Muskat dazugeben, mit der geriebenen Schale bestreuen. Vom Herd nehmen. 2. Die Limetten waschen und die Schale fein abreiben. Öl im Topf erwärmen, die Senfsaat hineingeben, warten, bis sie springt, jetzt den Reis dazugeben, salzen und mit dem Wasser zum Kochen bringen. Den Saft einer halben Limette hineinpressen. Kurz aufkochen und ohne Hitze 20 Minuten ausquellen lassen. Eventuell noch etwas Limettensaft dazugeben. Die geriebenen Limettenschalen mit einer Gabel unterheben. 3. Die Bohnen putzen und in Salzwasser in zehn Minuten al dente kochen. Porree waschen und klein schneiden, Sellerie schälen und in feine Streifen schneiden. Die Feigen und Tomaten klein schneiden. In einer Pfanne Öl erhitzen, Saaten, Gewürze, Feigen, Tomaten, Sellerie und Porree darin kurz anbraten. Nun die Bohnen dazugeben, nochmals zwei Minuten braten, mit Malzbier und Sojasauce ablöschen. Den Apfel schälen und in das Gemüse reiben, die Speisestärke mit einem Esslöffel Wasser anrühren und damit das Bohnengemüse binden. Und dann? Einfach genießen. 200 g Prinzessbohnen 1 kleines Stück Porree 50 g Sellerie (Knolle) 1 kleiner Apfel ¼ TL schwarzer Pfeffer, gemahlen ¼ TL Anissaat 1 TL Leinsaat 1 TL Sesamsaat 2 Feigen, getrocknet 4 Tomaten, halb getrocknet (im Glas) 1 EL Olivenöl 100 ml Malzbier 1 EL Tamari-Sojasauce 1 TL Ursalz 1 TL Speisestärke (siehe Text) 500 ml Wasser 80 g Basmatireis ½ TL braune Senfsaat 2 unbehandelte Limetten 1 TL Ursalz 1 EL Olivenöl 160 ml Wasser yoga. ZEIT F OTO S : K R I S T I I N A N U R K ( I L L U S T R AT I O N ) , L U T Z J Ä K E L ( 1 ) , AY U R V E D A PA R K S C H LÖ S S C H E N ( 1 ) Kürbiswürfel an Limettenreis mit Prinzessbohnen 1 mittlerer Butterkürbis (ca. 600–800 g) 1 große unbehandelte Orange ¼ TL Kurkuma 1 kleine scharfe rote Chili 1 TL Koriander, gemahlen 4–5 Kapseln schwarzer Kardamom ¼ TL Kreuzkümmel 1 Msp. Muskatnuss, gemahlen 2–3 Zweige Basilikum (oder 1 TL gefriergetrocknetes) 2 EL Butter 1 EL Kürbiskerne (siehe Text) 500 ml Wasser

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AY U R V E D A Gefüllter Bratapfel mit Vanillesauce ZUBEREITUNG: 1. Bratäpfel: Sojamilch in einem Topf erhitzen. Rosinen, Zucker, Pinien und Pistazien sowie das Müsli in die warme Sojamilch geben. Vom Herd nehmen und etwas erkalten lassen. Mit einem Löffel alles gut verrühren und fünf Minuten stehen lassen. Die Äpfel aushöhlen und mit der Masse füllen. Anschließend die gefüllten Äpfel in eine Auflaufform stellen und im vorgeheizten Ofen 20 Minuten bei 200°C backen. 2. Vanillesauce: Die Sojamilch mit einer ausgeschabten Vanilleschote und Zucker aufkochen; danach mit Stärke leicht binden. 4 feste, säuerliche Äpfel (Braeburn, Pink Lady oder Cox Orange) 2 EL brauner Zucker 125 ml Sojamilch 2 EL Rosinen 2 EL Pistazien und Pinienkerne (grob zerkleinert) 4 EL Müsli nach Wahl ¼ l Sojamilch 1 EL brauner Zucker 1 Vanillestange Stärke Eckhard Fischer ist Chefkoch des Ayurveda-Parkschlösschens in Traben-Trarbach (D). Seit der Eröffnung 1993 prägt er die Küche des Fünf-Sterne-Kurhotels mit seinen Kreationen auf höchstem Niveau. Eine Sammlung der köstlichen Rezepte von Eckhard Fischer finden Sie im äußerst ästhetisch aufbereiteten Kochbuch: „Ayurvedische Kochkunst – Die Parkschlösschenküche“ Neuer Umschau Buchverlag GmbH 2008 ISBN: 978-86528-639-0 yoga. ZEIT

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LEIN Lein ist eine der ältesten Kulturpflanzen und wird weltweit angebaut. Seine ayurvedischen Grundei­ genschaften sind ölig, schwer und schleimig. Der Geschmack ist süß, seine energetisierende Wirkung ist erhitzend und seine Verdauungs­ wirkung scharf. Vata wird vermindert, Pitta und Kapha werden erhöht. Verwendet werden die ausgereiften Samen und das Öl. Im Ayurveda hat Lein primär eine abführende Wirkung. Leinsamen haben ein hohes Quellvermögen, die Masse des Darminhalts wird vermehrt, und der entstehende Dehnungs­ reiz regt die Peristaltik an. Vorsicht, nicht bei Ver­ dacht auf Darmverschluss anwenden! Das gold­ gelbe, nussig schmeck­ ende Leinöl schätzt man vor allem wegen seines hohen Anteils an alpha­ Linolensäure (Omega3­Fettsäure). Leinöl eignet sich zum Verfeinern von Salaten, Aufstrichen und Dips – bitte nicht erhitzen. F OTO S : LU T Z J Ä K E L ( 1 ) , AY U R V E D A PA R K S C H LÖ S S C H E N ( 2 ) , 1 2 3 R F ( 1 ) , D A G M A R Z E C H E L / P I X E L I O . D E nder Brotzeit – einmal a r incode fü Gutsche ellung : Ihre Best it yog a .ze Rabatt! z.B. mit Aufschnitt vom Rauch Wheaty® – die Fleisch-Alternative aus Bio-Weizen. Online bestellen, schnell liefern lassen! Ihr Online-Shop für Bio-Produkte www.all-bio.de yoga. ZEIT

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SCHÖNHEIT VON NIVES GOBO Der süße Schönheitsnektar ie Weintraube ist ein echter Gesundheitssnack. Frisch, fruchtig, knackig und als weltweite Kulturpflanze mehrere Jahrtausende alt, wurde sie nicht nur bei den Griechen als Traube der Götter und der Fruchtbarkeit verehrt. Die edle Beerenfrucht, die es in 6.000 verschiedenen Sorten und Geschmäckern gibt, besitzt wertvolle Eigenschaften für die menschliche Gesundheit. In den ältesten Schriften des Ayurveda gelten Weintrauben als die besten Früchte der Schöpfung. Eine herbstliche Traubenkur bereitet den Körper optimal auf den Winter vor. Die reichlich enthaltenen Ballaststoffe in Schalen und Kernen stärken das Immunsystem. Trauben unterstützen die Zellerneuerung und sind im Ayurveda ein natürlicher Verjüngungsbrunnen für Haut und Haare. Die Kosmetikindustrie hat längst die wertvollen Eigenschaften der Beerenfrucht erkannt. Weintrauben-Polyphenole sind die stärksten Antioxidantien der Pflanzenwelt und das aus der Weinrebe gewonnene Traubenkernöl wird vielfältig für Cremen und Masken verwendet, da es die reife und trockene Haut nährt und repariert. Zudem schenken uns die göttlichen Trauben auch noch ein Getränk, das die Seele erfreut und das Herz beschwingt – den Wein. Als Liebeselixier gefeiert, eroberte der Beerennektar die Menschenwelt. Schon die Weisen des Ayurveda wussten: „Traubenwein wirkt anregend, beglückend, nährend, fördert Kühnheit, Vorstellungskraft, Zufriedenheit, Körperfülle und Stärke, vertreibt Kummer, Müdigkeit und Furcht. Wein ist wie Nektar, wenn von Menschen mit Vernunft und entsprechend gesundheitlichen Regeln getrunken.“ WEINTRAUBEN yoga. ZEIT FOTOS: VEER (3), 123RF (1), HERSTELLER (3)

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SCHÖNHEIT yoga.ZEIT hat für Sie himmlische Kosmetik auf Trauben- und Weinbasis und genussvolle Rezepte zum Selbermachen zusammengestellt. SAN VINO CAUDA LIE GOV I NDA CREMEMASKE HIMMLISCHES PEELING TRAUBENKERNÖL Die beruhigende Crememaske gibt der beanspruchten Haut Energie und Vitalität. Eine Wirkstoffkomposition aus pflegendem Traubenkernöl und stärkendem Traubenkernextrakt macht die Anwendung zur Intensivkur für eine verfeinerte Hautstruktur. Dank seiner Kristalle aus braunem Zucker und vier pflanzlichen Ölen ist dieses Peeling das Geheimnis für eine himmlisch sanfte und zart parfümierte Haut. Seine Inhaltsstoffe sind bis zu 97 % natürlichen Ursprungs. Das kaltgepresste „Grüne Gold“ ist nicht nur eine aromatische Wohltat für den Gaumen, sondern kann auch wunderbar zu kosmetischen Zwecken eingesetzt werden. www.keralaayurvedashop.com. TIPPS zum Selbermachen Fruchtig-blumige Schönheitsküche für zu Hause Würziger ayurvedischer Wein Verjüngendes Traubenkernpeeling Power-TraubenSmoothie 1 Liter süßer Traubenwein, 5 schwarze Pfefferkörner, 3 getrocknete Feigen, eine Prise langer Pfeffer, 5 Kapseln Kardamom und eine kleine Zimtrinde Zubereitung: Den Traubenwein langsam köcheln lassen, nach und nach die Gewürze sowie die Feigen dazugeben und zehn Minuten lang ziehen lassen. Abseihen und mit etwas braunem Zucker süßen. Wirkung: Sinnliches Wohlgefühl! Gemahlene Traubenkerne, Mandelöl, eine Prise feines Himalayasalz und Lavendelwasser Zubereitung: Alle Zutaten miteinander vermischen, bis eine grobkörnige Paste entsteht. Anwendung: In kreisenden Bewegungen sanft Gesicht und Dekolleté abreiben. Mit lauwarmem Wasser abspülen. Wirkung: Peelt mit fruchtigem Erfrischungseffekt! Traubensaft, Mandeln, Feigen, Kardamom, Zimt und frische Trauben, Honig Zubereitung: Alle Zutaten in einem Smoothie-Mixer miteinander vermengen und mit Honig je nach Geschmack süßen. Wirkung: Ein wahrer Powerdrink für herbstlich-frühwinterliche Vormittage! yoga. ZEIT

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P O R T R ÄT TEXT BARBARA DECKER Mit 19 Jahren, im Jahr 1970, bricht KARTE: © XXXXXXXXX „Little Monk“ Richard alias Radhanath Swami zu einer Reise auf – ohne Plan, mit Mundharmonika und wenig Geld. Der Weg ist das Ziel und führt ihn schließlich über viele Abenteuer nach Indien. Dort findet er, was er gesucht hat: seinen Lehrer, seine spirituelle Heimat und sein Zuhause. yoga. ZEIT

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P O R T R ÄT EIN GESPRÄCH MIT RADHANATH SWAMI Home is where the Heart is yoga. ZEIT

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Leben Sie gesund und glücklich! ls langhaariger „Devotee“ der Gegenbewegung begaben Sie sich mit zwei Freunden auf die Suche nach Love, Peace and Happiness – mit vielen Fragen im Gepäck … RS: Zu Beginn einer spirituellen Reise bringen uns die Fragen voran. Warum gibt es so viel Leid? Wer bin ich? Und wer ist eigentlich „Gott“? Wer solche Fragen stellt, will auf dem tiefsten Grund seines Herzens nach den Antworten suchen und sich durch nichts ablenken lassen. Wichtig ist, dass Verstand und Gefühl im Einklang sind. Der reine Intellekt – abgekoppelt von Liebe und Empathie – bringt keine Erfüllung. Und ein liebendes, mitfühlendes Herz ohne Verbindung zum Verstand ist nicht stabil. Erst das Zusammenwirken von Hingabe und Philosophie ermöglicht Transformation. YZ: „Journey Home“ schildert eine Odyssee von Prüfungen und Gefahren. Wie wichtig ist die Konfrontation mit persönlichen Ängsten und Zweifeln auf dem Weg zu einem tieferen Bewusstsein? RS: „Suche, und du wirst finden“, heißt es in der Bibel. Wenn wir uns auf den Prozess der Suche nach liebender Hingabe und erkennender Bewusstwerdung einlassen, birgt jede Situation die Möglichkeit in sich, Gottes Gnade zu erfahren. Mein Ziel war es nie, mich gefährlichen Situationen auszusetzen, sie ereigneten sich einfach. Gefahren und Schwierigkeiten tauchen auf. Wir müssen sie nicht unnötig provozieren, aber sie bieten großartige Chancen. Es ist nicht notwendig, in den Spiegel der persönlichen Ängste und Zweifel zu blicken, um darin die Wahrheit zu erkennen. Dennoch ist es wichtig, das Wesentliche dahinter zu ergründen. Zweifel ist Dr. Brian Clement WUNDERLEBENS-MITTEL Mit dem bewährten Hippocrates-Programm Lebenskraft tanken – für Gesundheit, Vitalität und Wohlbefinden 300 Seiten, 19,90 € ISBN: 978-3-86264-213-7 Judita Wignall GOING RAW Wie Sie Ihre Ernährung erfolgreich auf Rohkost umstellen und damit Ihr Leben bereichern 192 Seiten, mit DVD, 22,90 € ISBN: 978-3-86264-214-4 www.nietsch.de Mutter & Vater als Kind 1970 yoga. ZEIT FOTOS: HANS NIETSCH VERLAG OHG (12)

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PORTRÄT „Jeder glaubt an irgendetwas. Selbst der Atheist glaubt an den Atheismus.“ absolut hilfreich. Er zwingt uns, die Ursache zu erforschen. Jede Erfahrung ist eine Chance, die Wahrheit in ihrer gesamten Tiefe auszuloten. Die Todesangst ist der stärkste Antrieb auf der Suche nach Wahrheit, die in der Erkenntnis des ewigen Lebens begründet ist. YZ: Lassen sich Ängste und Zweifel nur in einem gefestigten Glauben auflösen? RS: Nur durch den Glauben überwinden wir Ängste und Zweifel und verbinden uns mit der Essenz, unserer wahren Persönlichkeit. Jeder glaubt an irgendetwas. Selbst der Atheist glaubt an den Atheismus. Ein Leben ohne Glauben ist unvorstellbar. Yoga bedeutet, herauszufinden, was sich jenseits der eigenen Konzepte und Wahrnehmung befindet. Anhänger von Straßenbanden glauben an Anführer, die sie zu Zwecken der Kriminalität instrumentalisieren. Wir hingegen suchen „Anführer“, die uns zu Werkzeugen des Mitgefühls machen. Deshalb ist Satsang wichtig – dabei entsteht eine Verbindung zu Menschen, die in ihrem Glauben gefestigt sind und andere dazu inspirieren, sich mit ihrer ewigen und göttlichen Natur zu verbinden. So hilft uns der Glaube, Egoismus und Selbstsucht zu überwinden. YZ: Im Verlauf Ihrer Reise begannen Sie, in der Stille zu meditieren: „Listening to the sound of silence“ – ist dies der kürzeste Weg zu Gott? RS: Jede Erfahrung, die wir machen, enthält eine Weisheit, durch die wir lernen und wachsen können. In der Stille des Gebets offenbaren alle diese Erfahrungen ihr großartiges Potenzial. Gott selbst enthüllt mir diesen Schatz. YZ: Welchen „Reisetipp“ würden Sie einem spirituell Suchenden mitgeben? RS: Selbst in den dunkelsten Stunden existiert die grenzenlose Hoffnung, Gott zu finden. Wer aufrichtig nach der Wahrheit sucht, findet in der äußeren Form die innere Entsprechung. Wenn wir im äußeren Raum einen Altar errichten, bringen wir den inneren Zustand von Andacht und Anbetung zum Ausdruck. Indem wir anderen dienen, erwecken wir Werte wie Empathie, Menschlichkeit, Demut und Hingabe. Bhakti ist die Kunst, sich von allem, was Musikband in Athen mit 19 Jahren auf der Indienreise Mutter Theresa Präsident Obama yoga. ZEIT

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P O R T R ÄT „Jede Erfahrung, die wir machen, enthält eine Weisheit, durch die wir lernen und wachsen können.“ die Umschreibung für Radha: die personifizierte Gnade. Dieser Zustand ist eine erweiterte Form des Göttlichen, das in allem wirkt und mit unseren Seelen in Resonanz ist. Wenn wir die Wahl treffen, uns mit dieser Gnade zu verbinden, werden wir befreit. Auf dem Flyer war mein späterer Guru Shrila Prabhupada an jenem Ort abgebildet, wo ich nach Indien als Pujari dienen sollte. Krishna hat mir bereits zu Anfang mein Ziel und meinen Lehrer offenbart. YZ: Sie fanden alle „Bausteine“ Ihres Glaubens rein intuitiv: Ist das bedingungslose Vertrauen darauf, „gefunden zu werden“, ein besseres Navigationsmittel als eine Suche mit hohen Erwartungen? RS: Es war schon immer mein tiefster Wunsch, mich Gott zu überlassen. Ich wusste früh, dass er mir beistehen und helfen würde. Wenn wir uns Gott auf diese kindlich vertrauensvolle und vorbehaltlose Weise nähern, antwortet er uns. Als ich mich aufrichtig suchend auf den Weg in die weite Welt machte, zeigte er mir seine Gnade und Liebe. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, schickt Gott dem wahrhaft Suchenden einen Lehrer, damit er diese Gnade erfährt. YZ: Wie geht Ihre Reise weiter? RS: Das Ende meiner Reise „nach Hause“ war der Anfang einer neuen Reise. Ich ging los, und Gott führte mich auf seinen Pfad. Wenn dieser Pfad dem Suchenden gezeigt wird, dann ist der Weg dafür geebnet, Gott unbegrenzt und ewig zu lieben, ihm zu dienen und ihn in allem zu erkennen. Und das ist eine andere, unendliche Reise. Radhanath Swami „Journey Home – Autobiografie eines amerikanischen Yogi” Hans-Nietsch-Verlag ISBN 1601090560 sich im Äußeren zeigt, zu einer tiefen Liebe im Inneren inspirieren zu lassen. Unser Inneres kommt durch die Art, wie wir sprechen und handeln, zum Ausdruck. YZ: Rückblickend wirkt Ihre Reise wie von höheren Mächten arrangiert: Bereits zu Beginn drückte Ihnen auf einem Festival ein Unbekannter einen Flyer in die Hand, auf dem das Ziel Ihrer Reise abgebildet war. Glauben Sie, dass unsere Seelen uns zuverlässig „nach Hause“ navigieren? RS: Es ist Gottes – Krishnas – Gnade, die außerhalb unseres eigenen Handlungsvermögens wirkt. Gnade ist die stärkste Energie innerhalb der gesamten Schöpfung und jenseits des Materiellen – Radhanath Swami ist ein Vaishnava-Sanyasi (ein Mönch der Krishna-Bhakti-Linie) und Lehrer des hingebungsvollen Pfades des Bhakti-Yoga. Er ist heute aufgrund seines fundierten Wissens und sozialen Engagements ein international geschätzter Redner und Gesprächspartner in höchsten politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Kreisen. heute yoga. ZEIT

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TIPPS LESEN SEHEN HÖREN Wofür es sich zu sterben lohnt V O N L E NA W IES BAU ER tatt die Existenz des Todes anzuerkennen, versuchen wir ihn zu verbergen. Als wollten wir uns selbst weismachen, dass die Taktik „Aus den Augen, aus dem Sinn“ funktioniert. Aber das tut sie nicht. Stattdessen versuchen wir, uns durch unser materielles Leben zu bestätigen, und benehmen uns entsprechend ängstlich, sobald wir mit dem Tod konfrontiert sind. Doch wenn wir fähig sind, unseren unvermeidlichen Tod aufrichtig anzunehmen, bevor unsere Zeit gekommen ist, können wir unsere Prioritäten verlagern, bevor es zu spät ist. Das gibt uns die Chance, unsere Energien auf Dinge zu verwenden, die die Mühe wirklich wert sind.“ Die die Mühe wirklich wert sind … Aber was sind das für Dinge? In ihrem Buch gibt Bronnie Ware Antworten auf diese Frage. Sie erzählt von Begegnungen und Gesprächen mit Menschen, die der Tod umarmen wird. Von Versäumnissen ist da die Rede, von Dingen, die Sterbende am meisten bereuen. Grace zum Bespiel wäre sich selbst gern treuer geblieben, statt so zu leben, wie andere es von ihr erwartetet hatten. Und John – der alte Lausbub – wünschte, er hätte nicht so viel gearbeitet. Und Stella? Und Joszef? Wofür lohnt es sich für sie zu leben, doch vor allem: Wofür lohnt es sich zu sterben? Bronnie Ware „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“, arkana, 2013 Herausfragend Heilig oder einfach nur gut? Glückssinger ie suchen die richtige Antwort? Dann stellen Sie doch die richtige Frage! Und dieses einzigartige Buch im Stil einer kunstvollen japanischen Broschur hilft Ihnen dabei. Es stellt genau 108 Fragen, die nach tibetischer Tradition zu Weisheit und Wahrheit führen. Any questions? // LW adhu Suraj Baba ist ein hinduistischer Heiliger, hat sich von allen weltlichen Gütern getrennt und lebt acht Jahre lang in einer Höhle. Dann kehrt er wieder zurück in die Zivilisation und fragt sich: Was ist der wahre Sinn des Lebens – ein Heiliger oder einfach nur ein guter Kerl zu sein? // LW „Sâdhu – Auf der Suche nach Wahrheit“ von Gael Metroz Schweiz, 2012 Kinostart in Österreich: 15. November 2013 as Album wurde in drei Tagen live im „Ananda Ashram Yoga Society New York“ aufgenommen und war für einen Grammy nominiert. Nun ist es das „Fast-GrammyKirtan-Album“ von Krishna Das und schafft es auch ohne Auszeichnung, ausgezeichnet zu sein. // LW „Live Ananda“ Krishna Das Music (Silenzio) 2013 www.itunes.com www.amazon.de „108 Fragen“ Tulku Lobsang Rinpoche Nangten Menlang International www.tulkulobsang.org yoga. ZEIT

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MODE YCLIN PC Ästhetische Ethik V O N N I V E S G OBO Als Yogapraktizierender fällt mit der Zeit der Blick von der Matte auf die Welt. Je bewusster die Yogaphilosophie, desto ausgewählter das eigene Konsumverhalten. Jedes Jahr werden Tonnen von Kleidung entsorgt. Doch für viele Modemacher ist dieser „Abfall“ eine Inspirationsquelle. Es gilt die Devise: Upcycling. Aus alt wird nicht nur neu, sondern sogar aufgewertet. Der Trend kommt aus den Entwicklungsländern, in denen Menschen aufgrund finanzieller Not Stoffreste, Getränkedosen oder Kartons für Neukreationen verwenden. Upcycling vermeidet also Müll und fördert zudem Modeschöpfer, die soziale Verantwortung übernehmen und sogar diverse Hilfsprojekte entwickeln. Das finden wir durchwegs yogisch und stylish! Mehr Ideen und Produkte finden Sie auch auf der Plattform www.allupcycled.biz. ORNAMENT-SHIRT SHAGGY-ALUTASCHE Diese Tasche ist genau das Richtige für sexy Yoginis der Großstadt. Aus Aluhaut gefertigte Fransen machen diese Recyclingtasche zu einem besonderen Accessoire für bewusste Partyladys. Das ameri­ kanische Unternehmen Escama Studio unterstützt mit den modischen FOTOS: HERSTELLER Fashion made with love in Cambodia! Das ist der Leitsatz des Labels Keo Kjay. Die biolo­ gischen und fair gehandelten Stoffe werden von Frauen aus Kambodscha liebevoll zu hochwertiger Mode verarbei­ tet. Das schwarze T­Shirt mit langen Ärmeln und weißem Blumenaufdruck von Hand macht nicht nur auf der winterlichen Yogamatte eine gute Figur. Taschen brasilianische Handwerker aus wirtschaftlich benachteiligten Gemeinden. ab $ 96,– escamastudio.com ab € 35,– keokjay.com yoga. ZEIT

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ROSARTIGES COLLIER Die Schmuckdesigner des türkischen Labels Yalos Alanya haben sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um aus Alt Neu zu machen. An den Küstenlinien des türkischen Badeortes Alanya sammeln sie Treibholz und verarbeiten die angespülten Schätze des Meeres zu einzigartigem Schmuck. Dieses Collier mit einem Rosenanhänger aus Muscheln macht jede Frau zu einer wahren Upcycling­Sirene! Wellicious steht für nachhaltige und modische Yoga, Pilates- und Loungewear. Mehr Informationen und den Onlineshop finden Sie unter www.wellicious.com ab € 45,90 de.dawanda.com DER SCHIRM ROCKT! Was gibt es wohl Seelenerheiterndes als im Herbst bei Wind und Wetter mit Regenschirm in der Hand und mit Re­ genschirm um die Beine durch die Welt zu ge­ hen? Das hat sich wohl auch die Designerin Cecilia Felli gedacht, die diese auf­regen­ den Umbrella­Skirts entwickelt hat. ab $ 90,– cecissima. supermarkethq.com yoga. ZEIT

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REISE NUR EIN AFFENSPRUNG ZUR Erleuchtung Ein Besuch in der Yoga-Welthauptstadt Rishikesh V O N F LO R I A N R E I T L I N G E R er Weg ist nach wie vor beschwerlich. Für die 225 km von Delhi Richtung Nordosten benötigt der wackelige Bus eine ganze Nacht. Bei der Anreise mit dem Zug über Haridwar muss die letzte Etappe in die Yoga-Welthauptstadt – wie Rishikesh oft mit einem stolzen Augenzwinkern genannt wird – mit ortsüblichen Transportmitteln überwunden werden: warum nicht gleich mit der Rikscha!? Dehradun, die Region im Bundesstaat Uttarakhand, in der Rishikesh liegt, ist kühler als die nordindische Tiefebene, die genau hier an den letzten Ausläufern des Himalaya beginnt. Ein frischer Hauch von Bergluft, ein atembarer Kontrast zu Delhi. Wären die Mopeds, Rikschas, Busse und wenigen Autos ebenso verpönt wie der Verzehr von Fleisch, würde der Besucher lediglich das Stimmengewirr der yoga. ZEIT

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REISE Händler hören, die überteuerte Devotionalien sämtlicher hinduistischer Götter oder kiloweise gebrannte CDs der aktuellsten Bhagavad-Gita-Verfilmung anbieten. Ab und an ist das Rauschen des grünblauen Ganges zu vernehmen, der bei der Lakshman Jhula Bridge endgültig sein Dasein als lebhafter Gebirgsfluss aufgibt, um dann über 2.400 km als achtsam fließender Fluss die Verstorbenen und alles, was sonst noch fließen möchte, geduldig aufzunehmen und den Tiefen des Golfes von Bengalen zu übergeben. F OTO S : F LO R I A N R E I T L I N G E R ( 1 ) , I S TO C K ( 2 ) Der Stadt ist kaum anzusehen, dass sie das Zuhause von über 60.000 Indern ist. Die Brücken sind zu schmal, die Gassen mit Tempeln und Altären zu verstellt und die Bewohner zu unaufdringlich. Würde man all die Affen, die wie ihre artverwandten Menschenwesen auf Bänken, abgestellten Mopeds und Brückengeländern den Alltag über die Run- den bringen, bei der nächsten Volkszählung mit einbeziehen, so wäre Rishikesh einwohnertechnisch gleich in einer anderen Liga. Benannt wurde die Stadt nach Hrishikesha, einem Beinamen Vishnus, der mit „Meister der Sinne“ übersetzt werden kann. Eine weitere etymologische Quelle bietet das Wort „rishi“, was so viel wie „Weiser“ oder „Seher“ bedeutet. Zahlreiche Pilger brechen von hier aus zu den Quellgebieten des Ganges auf. Unzählige Yogis verbringen Tage, Wochen, oft Monate in einem der Ashrams. Und all die anderen Reisenden finden eine geheimnisvolle Stadt vor, die von steilen Gebirgswäldern umfasst an einem der heiligsten Flüsse dieses Planeten liegt. Jeder spürt es: Dieser Ort ist besonders. Swami Sivananda gründete am Westufer des Ganges einen Ashram und ein Krankenhaus, das auch heute noch Bedürfti- Vom Morgenmeditationsspaziergang am Ganges zur ersten Yogaklasse ist es nur ein Affensprung. yoga. ZEIT

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REISE In einigen Ashrams gibt es eine Maßnahme gegen das „Parasit-Yogi-Syndrom“: Die Suchenden dürfen nur drei Monate bleiben. ge kostenlos behandelt. Außerdem soll er hier seine RishikeshReihe entwickelt haben – für viele die erste Berührung mit Yoga. Fotos der Beatles in indischen Gewändern sind Ikonen einer Ära, die sich eben genau hier manifestiert hat. Auch wenn die Götter der Popkultur enttäuscht von ihrem Guru Maharishi Mahesh Yogi bald wieder verschwanden, war das die Initialzündung für eine nie versiegende Welle von Suchenden, die ihre ersten Gehversuche auf indischem Boden in Rishikesh machten, bevor ihr Weg in die Untiefen des Subkontinents führte. Diese Stadt kann gut damit umgehen, heimgesucht zu werden – sie erhält sich trotzdem ihr äußerst authentisches spirituelles Gesicht. Der Satsang vor der riesigen Shiva-Statue am Ufer des Ganges, den bis zu 100 Kinder des Ashrams Parmarth Niketan jeden Abend gestalten, ist so selbstverständlich wie das Chaos am Busbahnhof. Nach Rishikesh zu kommen, um Yoga zu praktizieren und zu erleben, haben sich viele der Besucher vorgenommen. So ist es kein Wunder, wenn man in einem der kleinen Restaurants über dem Ganges (die mehr an einen Bretterverschlag erinnern) einer hollywoodverdächtigen Diva gegenübersitzt, ganz ohne Bodyguards, aber stilgerecht im perfekt gestylten Indien-Look – mit Understatement, versteht sich. Rishikesh ist „easy“ – vom Morgenmeditationsspaziergang FOTOS: ISTOCK (3) yoga. ZEIT

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REISE am Ganges zur ersten Yogaklasse in Ashram oder Yogaschool ist nur ein Affensprung. Unterkunft findet man in dezenten Hotels oder Guesthouses, die oft Teil eines Ashrams sind, nur etwas bequemer. Viele Regeln der meisten „echten“ Ashrams von Rishikesh erscheinen anfangs eher streng, dienen aber meist zur Regulierung des nie versiegenden Yogi-Stromes. So etwa das Verbot im YogaNiketan-Ashram, länger als drei Monate zu bleiben: eine vorbeugende Maßnahme gegen das „Parasit-Yogi-Syndrom“ von Suchenden, die nicht rechtzeitig verstehen, dass ein Ashram kein billiges Hostel ist. Findet man jedoch seinen indischen Yogameister, bleibt man an die 12 Jahre – heutzutage eher eine Seltenheit. Neben den bereits erwähnten Ashrams gibt es noch eine Vielzahl anderer, die meist entlang des Ganges liegen. Es empfiehlt sich, vorab in Erfahrung zu bringen, welcher Ashram der passende für die eigenen Bedürfnisse ist. So reicht der Bogen vom Hostelfeeling, wo der Waschraum, die Yoga-Hall und die Schlafstatt mit Jung-Yogis aus Japan oder Israel geteilt werden, bis zum hochspirituellen Kraftort, wo asketische Swamis in strenger Stille den Tagesablauf vorgeben. Rishikesh hat sich hinter den Kulissen in den letzten Jahren zum „St. Moritz von Nordindien“ gemausert. Reiche Inder besitzen hier Ferienhäuser und haben so auch dem Adventure-Tourismus einen kräftigen Schub gegeben. Auch wenn man sich als Suchender in Rishikesh vom Angebot der Rafting-Unternehmer mit gerümpfter Nase abwendet, kann eine Schlauchbootfahrt in der kristallklaren Gischt des Ganges zu einer äußerst spirituellen Erfahrung werden. Rishikesh ist der perfekte Einstiegsort für jeden, der Indien erfassen will – auch wenn das in einem Leben kaum möglich ist. ERDE-FEUER-KUNST -Keramik in Chakren-Farben Seit einigen Jahren beschäftige ich mich nun intensiv mit Yoga und habe bemerkt, wie sehr sich dadurch meine Lebensqualität verbessert hat. Als Yogalehrerin und Keramikerin habe ich jedoch Chakrenfarben, Sanskritzeichen und Mantren im „normalen“ Alltag vermisst. Eine Idee wurde geboren: Gebrauchskeramik mit Yoga kombiniert! Gestaltet nach persönlichen Wünschen - versehen mit Namen, Mantren, Sanskritzeichen, Logos und vielem mehr ... ... auch als perfektes Geschenk! Aichegg 160 | A-8541 Schwanberg | Weststmk. Tel.: 0664/1663871 | E-Mail: keramikkrainer@gmx.at Natascha Krainer www.erde-feuer-kunst.at yoga. ZEIT

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ASANAREIHE „Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.” MEISTER ECKHART Oft im Leben müssen wir Entscheidungen treffen, Gewohntes hinterfragen und Fakten prüfend sammeln, um ein Fundament für etwas Neues zu schaffen. Diese Asanapraxis hilft, den Dingen auf den Grund zu gehen. Zunächst schaffen wir durch Kraft und Konzentration in den Beinen ein stabiles Fundament. Ist dieser Schritt getan, können wir den restlichen Körper, die Atmung und den Geist ausrichten, um die Kraft und Geschmeidigkeit im ganzen Körper gleichzeitig zu spüren. Wie auf der Yogamatte können wir auch im Leben unsere Projekte mit einer festen Basis untermauern und so die Verantwortung für unsere Entscheidungen tragen. Das Fundament sollte auf stabilen Punkten aufgebaut sein und uns auch in Zeiten von persönlichen „Erdbeben“ und Erschütterungen aufrecht halten. Auf den Füßen stehen wir auf vier Punkten: 1.) Großzehballen 2.) Innenseite der Ferse 3.) Kleinzehballen 4.) Außenseite der Ferse Um diese Punkte zu spüren, heben Sie kurz die Zehen vom Boden ab. Automatisch werden die Fußmuskeln aktiviert, das Fußgewölbe hebt sich und die Kraft eines stabilen Fundaments ist bis in die Beinmuskeln und ins Becken spürbar. yoga. ZEIT

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ASANAREIHE 1. Sprinter 3. Trikonasana / Dreieck Strecken Sie das vordere Bein. Die Hand kann jetzt vom Boden auf das Schienbein oder einen Block wechseln. Der obere Arm wird Richtung Himmel gestreckt, der Blick geht zur oberen Hand. Die Achtsamkeit bleibt einerseits in den Füßen und holt andererseits mit jedem Atemzug Länge und Weite in den Körper. Fünf Atemzüge lang hier verweilen. Setzen Sie im Ausfallschritt das Fundament wie oben beschrieben. Ziehen Sie die vordere Ferse und die hinteren Zehen isometrisch zueinander (die Füße bewegen sich dabei nicht, nur die Muskeln werden aktiviert). Einzig die Fingerspitzen berühren den Boden, um die Kraft in den Beinen zu halten. Fünf Atemzüge lang hier verweilen. 2. Utthita Parsvakonasana / seitliche Winkelstellung Stellen Sie die hintere Ferse so ab, dass der Fuß parallel zum schmalen Yogamattenrand verläuft. Ziehen Sie in der Vorstellung die Fersen zueinander um die Stabilität von den Füßen bis ins Becken zu halten, die hintere Ferse stößt in die Matte, um die Energie bis in die Fingerspitzen nach oben zu schi­ cken. Die geerdete Hand ist auf den Fingerspitzen, der andere Arm zeigt am Ohr entlang nach vorne. Versuchen Sie mit jedem Atemzug, Länge und Weichheit in den Oberkörper zu holen. Fünf Atemzüge lang hier verweilen. 4. Adho Mukha Svanasana / nach unten schauender Hund Im nach unten schauenden Hund verlagern Sie die Konzentration auf die Hände. Auch hier haben wir vier Auflagepunkte: 1.) Zeigefingerballen 2.) Innenseite der Hand unter dem Rist 3.) Ballen des kleinen Fingers 4.) Außenseite der Hand unter dem Rist yoga. ZEIT

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ASANAREIHE Drücken Sie die vier Punkte in die Yogamatte. Dann aktivieren Sie die Fingerspitzen und erden Sie in die Matte. Sie werden sofort merken, dass das Funda­ ment mehr Stabilität in Arme und Schultern und mehr Freiheit und Weite in den Brustkorb bringt. Fünf Atemzüge lang hier verweilen. 5. Virabhadrasana I / Kriegerin I Erden Sie die Füße wie in Asana 1 beschrieben. Dann setzen Sie die hintere Ferse ab und richten den Oberkörper auf. Holen Sie mit dem Atem die Kraft aus dem Fundament über die Beine und das Becken nach oben bis zu den Fingerspitzen. Fünf Atemzüge lang hier verweilen. www.curare-yogawear.de Immer „schön“ zum Yoga gehen! Alle Modelle im Online-Shop unter: CURARE CURARE yogaw Pilates and yogawear yoga. ZEIT 18.08.13 17:33 Pilates an 1/3_hoch_54x251mm.indd 2

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ASANAREIHE 6. Virabhadrasana III / Kriegerin III / Waage 8. Läufer-Stretch Strecken Sie das vordere Bein und bringen Sie dabei die Hände auf die Matte oder das Schienbein. Ver­ suchen Sie, die vordere Hüfte etwas nach hinten zu ziehen. Mit langer Wirbelsäule und Weichheit im Brust­ korb strebt das Brustbein in Richtung Oberschenkel. Fünf Atemzüge lang hier verweilen. Verlagern Sie aus Virabhadrasana I das Gewicht auf den vorderen Fuß, heben das hintere Bein und kom­ men Sie in die Waage. Um stabil zu bleiben, denken Sie, der abgehobene Fuß sei noch geerdet: Drücken Sie die Ferse weg und versuchen Sie, die vier oben beschriebenen Punkte zu erden. Es kann helfen, dabei die Zehen zu spreizen. Fünf Atemzüge lang hier verweilen. Wiederholen Sie die Übungen Nummer 1 bis 8 auf der zweiten Seite! 7. Anjaneyasana / Halbmond Kommen Sie zurück in den Sprinter und legen Sie das hintere Knie am Boden ab. Nun ziehen in der Vorstellung die vordere Ferse und das hintere Knie zueinander. Die Kraft wandert von den Füßen über die Beine ins Becken. Halten Sie diese Kraft und das Fundament stabil, um mit jedem Atemzug Freiheit und Leichtigkeit in den Oberkörper zu holen. Mit jeder Einatmung schwebt das Brustbein ein Stück weiter nach oben, die Schultern und Ellbogen gehen nach hinten in eine sanfte Rückwärtsbeuge. Fünf Atemzüge lang hier verweilen. 9. Malasana / Hocke Stellen Sie die Füße mattenbreit auf, die Zehen können leicht nach außen zeigen. In der Hocke drücken die Oberarme oder Ellbogen gegen die Knie. Gleichzeitig ziehen die Knie zueinander und „halten“ sich am Oberarm / Ellbogen fest. Um die Fersen zu erden, kann ein Kissen untergelegt werden. 3. Trikonasana / Dreieck Fünf Atemzüge lang hier verweilen. yoga. ZEIT

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10. Bakasana / Krähe Versuchen Sie, die Oberarme bzw. Ellbogen zwischen den Knien zu halten, und bringen Sie die Hände auf die Matte. Die Finger sind weit gespreizt und die vier Auflagepunkte der Hände gut geerdet. Die Beine ziehen in Richtung Oberkörper zueinander und halten sich am Arm fest. TIPP: Legen Sie zum Üben ein Kissen vor sich hin YOGASEMINARE 2013/2014 YOGALEHRERINNENAUSBILDUNG und den Kopf auf dem Kissen ab. Wenn Sie die Füße von der Matte abgehoben haben, können Sie das Gleichgewicht suchen und den Kopf wieder vom Boden wegdrücken. Wenn möglich, fünf Atemzüge lang verweilen. Attersee XI / OÖ. Beginn: 22. – 24. Nov. 2013 YOGA-CLASSIC SOMMER-SEMINARE 2014 Padmasana / Lotussitz Setzen Sie sich für fünf Minuten in einen beque­ men Sitz – Lotus oder kreuzbeinig. Genießen Sie die „satte“ Auflagefläche auf der Matte und die damit verbundene stabile Erdung. Einatmend wird der innere Körper weit, und das Brustbein strebt sanft nach oben. Beobachten Sie den Atem, die Erdung und die dadurch geschaffene Freiheit und Leichtigkeit. Fünf Atemzüge – oder länger – hier verweilen. Juni bis Oktober 2014 Hotel Phoenix Kreta/Finikas Griechenland yoga. ZEIT

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AUSBILDUNGEN KURSE & MEHR INTERNATIONALE AUSBILDUNG ZUM YOGALEHRER Spanien / Wien / Mödling / Linz AYURVEDA-SPECIAL Walchsee / Tirol ANUSARA® TEACHER TRAINING Mödling YOGA IM WALDSPA Leogang / Salzburg FOTOS: AKSHARA yoga. ZEIT

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AUSBILDUNGEN IntErnationalE ausbildung zum YogalEhrEr DIE YOGAAUSBILDUNG Das erste Jahr der Yogalehrerausbildung ist ein systematisches Training für Körper, Geist und Seele und schafft eine solide Basis für die eigene Yogapraxis. Verschiedene Yogawege werden umfassend präsentiert, und gegenseitiges Unterrichten in Kleingruppen bringt Erfahrung im Lehren. Im zweiten Jahr der Ausbildung stehen das Studieren der klassischen Yogaschriften und das Vertiefen der eigenen Praxis im Vordergrund. Die Grundlagen der menschlichen Anatomie, Physiologie und Bewegungslehre erweitern Ihr Wissen. Spezialthemen wie Yoga für den Rücken, Kinder oder Schwangere bilden ebenfalls Schwerpunkte. ANERKENNUNG / ZERTIFIKAT Die zweijährige Ausbildung orientiert sich an der Europäischen YogaUnion (EYU), übertrifft mit 726 Unterrichtseinheiten die Mindestanforderungen und ist gemäß der Yoga Alliance 500+ zertifiziert. VORAUSSETZUNGEN Regelmäßige Kurs- und Seminarteilnahme (85 %), eigene Praxis zu Hause, der Wunsch nach Weiterentwicklung sowie Grundkenntnisse in Asanas und Yogaphilosophie sind erforderlich. Darüber hinaus sind im Yogazentrum Drogen, Alkohol, Tabak und Fleisch unerwünscht. Freude, Vertrauen und Mut zur Veränderung sind gerne gesehen! FOTOS: PHILIPP STROHM (2) Ausbildungsstart: 18. 1. 2014 Infoabende Mödling: jeweils sonntags, 17.00 Uhr im Yogazentrum Mödling Infoabende Linz & Malaga: Bitte Termine nachlesen auf www.yoga-austria.info Nähere Informationen: Yogazentrum Mödling Grenzgasse 40, 2340 Mödling www.yoga-austria.info office@yoga-austria.info Tel.: +43 (0)664 197 59 46 yoga. ZEIT

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A D V E RTO R I A L SchnEE und Shirodhara – ayurvEda In Tirol PANCHAKARMA ZUR WINTERSONNENWENDE 8. bis 22. Dezember 2013 Wir laden Sie herzlich ein, mit uns die stille Zeit im Jahr mit allen Sinnen zu zelebrieren. Genießen Sie Ihre Panchakarmakur im Winterwunderland Walchsee und freuen Sie sich auf winterliche Meditationswanderungen, gemeinsame Yogastunden, ein feierliches Wintersonnenwenderitual, Adventsingen in der Pfarrkirche Walchsee und ayurvedisches Keksebacken mit unserem Ayurvedakoch Lijoy George. Unser Adventgeschenk für Sie: • eine romantische Pferdekutschenfahrt um den Walchsee • eine Pada-Abhyanga-Behandlung (ayurvedische Fußmassage) • eine Siro-Abhyanga-Behandlung (ayurvedische Kopfmassage) • eine kleine Adventüberraschung r Figurickel zu uf Körperw ebaut a g, aufg formun n che urvedis dem ay as. r Dosh de Prinzip Infos und Buchung Hotel SCHICK**** Johannesstraße 1 6344 Walchsee +43 (0)5374 5331-0 www.schicklife.com info@schicklife.com AYURVEDA ZUM JAHRESWECHSEL FOTOS: SCHICKLIFE.COM (1) 26. Dezember 2013 bis 9. Jänner 2014 Genießen Sie 7 oder 14 Tage Ayurveda im winterlichen Walchsee und starten Sie mit uns in ein gesundes, glückliches neues Jahr. Unser Geschenk zum Jahreswechsel: • Neujahrsschlittenfahrt um den Walchsee • eine Pada-Abhyanga-Behandlung (ayurvedische Fußmassage) • eine Siro-Abhyanga-Behandlung (ayurvedische Kopfmassage) yoga. ZEIT

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AUSBILDUNGEN anusara® tEachEr training mit jordan bloom ANUSARA® YOGA IMMERSION Anusara bedeutet übersetzt so viel wie „mit dem Göttlichen im Fluss sein“. Anusara® Yoga ist eine junge, kraftvolle und innovative Form des Hatha-Yoga. Das für westliche Menschen angepasste Yogasystem trägt den Erkenntnissen der modernen Biomechanik Rechnung. Es legt vor allem Wert auf eine präzise Ausrichtung in den Asanas sowie auf eine lebensbejahende, tantrische Philosophie. Jeder, der Yoga zu einem Teil seines Lebens machen möchte, wird das tiefe Wissen und die Erfahrungen der Immersion für sich voll ausschöpfen können. Die Immersions bestehen aus jeweils 39 Stunden und sind Voraussetzung, um anschließend ein Anusara® Teacher Training besuchen zu können.Diese Anusara® Yoga Immersion unternimmt mit Ihnen eine Reise in die Tiefen des Anusara® Yoga (Asanapraxis, Philosophie, Pranayama, Meditation). Es ist eine Erfahrung, die Sie mit Menschen zusammenbringt, die von der Idee getragen sind, Yoga von innen nach außen zu praktizieren – das heißt, mit vollem Herzen. Die Immersion ist für diejenigen gedacht, die den tiefen Wunsch haben, in die Geheimnisse ihres persönlichen Yoga einzutauchen und aus der Tiefe heraus zu praktizieren. Wir lernen, wie Yoga zum Teil eines bewussten Lebens wird. Wir werden die Erfahrung machen, dass wir uns selbst vertrauen können, und wir werden Yoga als etwas Besonderes erleben, das uns mit tiefer Freude erfüllen kann. Es ist eine Erfahrung, die jeden auf seinem Weg weiterbringt. F OTO S : J O R DA N B LO O M ( 3 ) Jordan Bloom, geb. in Johannesburg, lebt in den USA und ist Certified Anusara® Yoga Teacher. Er unterrichtet energiegeladen, einfühlsam und mit Sinn für Humor. www.bloomyoga.net Termine: Teil I: 1. – 6. April 2014 Teil II: 16. – 21. September 2014 Teil III: 9. – 14. Dezember 2014 Nähere Informationen: Yogazentrum Mödling Grenzgasse 40, 2340 Mödling www.yoga-austria.info Tel.: +43 (0)664 197 59 46 yoga. ZEIT

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A D V E RTO R I A L waldSPa, Yoga, HaubEnküchE – HOTEL FORSTHOFGUT DAS HOTEL FORSTHOFGUT Am Fuße der Leoganger Steinberge verwöhnt das familiengeführte Vierstern-Superior-Hotel Forsthofgut seine Gäste ganzjährig mit gesunder Haubenküche und liebevoll gestaltetem Ambiente. Mit Europas erstem waldSPA auf 1.800 m2 wird Genießern eine Erholung geboten, die ganz auf umliegender Natur und alpinen Wälder beruht. Auch die 30.000 m2 Gartenanlage mit Biobadesee lädt zum Entspannen und Wohlfühlen ein. Durchatmen und entschleunigen an einem herrlichen Rückzugsort mitten in der Natur. Yoga, Atemübungen, Meditation und Bewegung an der frischen Luft sind eine perfekte Kombination, um Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen. FOTOS: HOTEL FORSTHOFGUT (2) Infos und Buchung Hotel Forsthofgut 4*s Hütten 2 A 5771 Leogang Tel +43-6583-8561 Fax +43-6583-8561-77 info@forsthofgut.at www.forsthofgut.at Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit Yoga Deluxe lernen Sie die faszinierende Welt des Besinnens und In-sich-Gehens kennen. In malerischer Alpenkulisse unterrichten ausgebildete Yoga- und Meditationslehrer modernen Hatha-Yoga im Rahmen zwei- und dreitägiger Seminare. In den Zeiträumen 17. – 20. Oktober, 14. – 17. November und 28. November – 1. Dezember 2013 erleben die Gäste friedvolle, entspannende Yogatage ab € 709,— pro Person inkl. drei Übernachtungen mit Verwöhnpension, sechs Yogaeinheiten und zwei Yoga-Walks. yoga. ZEIT

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KURSPLÄNE Yogania Yogainstitut Institut für Yoga, Gesundheit und Bewusstsein 8230 Hartberg, Am Kirchenweg 6 tel: 0660-4680041 email: info@yogania.at www.yogania.at Institut für Yoga, Gesundheit und Bewusstsein LOKAL Gemeindeamt Gschaid Gemeindeamt Gschaid Kindergarten Kindergarten YoDa, Haydngasse YoDa, Haydngasse YoDa, Haydngasse YoDa, Haydngasse YoDa, Haydngasse YoDa, Haydngasse YoDa, Haydngasse Waldorfschule, St. Peter Forum Kloster Fritz Naturprodukte Menda Menda Menda Am Kirchenweg 6 Zentr. f Körper, Geist, Seele Zentr. f Körper, Geist, Seele Zentr. f Körper, Geist, Seele Zentr. f Körper, Geist, Seele Zentr. f Körper, Geist, Seele Zentr. f Körper, Geist, Seele Zentr. f Körper, Geist, Seele Zentr. f Körper, Geist, Seele Gemeindeamt Gemeindeamt Kindergarten Volksschule Grazerstraße Gemeindeamt Schachen Gemeindeamt Schachen Gemeindeamt Schachen Gemeindeamt Schachen Villa Kunterbunt Kindergarten Kindergarten Sternvilla Volksschule Pfarrzentrum Pfarrzentrum KURS MS GS 50+ Yoga f Anfänger Flow Yoga Basic Power Yoga Yoga Basic Tri Yoga Yoga f Anfänger Hormon Yoga Flow Yoga fordernd Power Yoga Anfänger Mittelstufe 50+ Mittelstufe Fortgeschritten Mutter/Baby Yoga f Rücken Kinderyoga 5-8j Schwangere Mittelstufe Anfänger Mittelstufe Anfänger Schwangere Mittelstufe Grundstufe Grundstufe Mittelstufe Schwangere Fortgeschritten 50+ Mittelstufe Mittelstufe 50+ MS Schwangere Mittelstufe Anfänger MS 8230 Hartberg, Am Kirchenweg 6 Tel. 0660 / 4615872 www.yogania.at TAG / ZEIT Di, 18.15 Di, 20.00 Mo, 17.30 Do, 18.00 Mo, 17.30 Mo, 19.15 Di, 10.00 Di, 18.00 Di, 19.45 Mi, 18.00 Mi, 19.45 So, 18.30 Di, 18.00 Di, 20.15 Mo, 16.00 Mo, 18.00 Mo, 19.45 Di, 10.00 Mo, 9.00 Mo, 16.15 Di, 9.30 Mi, 9.00 Mi, 18.00 Mi, 19.45 Do, 9.00 Do, 18.00 Mo, 19.00 Mo, 19.00 Do, 19.30 Mi, 18.30 Mi, 16.30 Di, 18.30 Do, 15.00 Do, 17.30 Di, 18.00 Mo, 17.30 Mo, 19.15 Do, 18.00 Mo, 18.30 Mi, 18.00 Mi, 19.45 START 10.09. 10.09. 09.09. 12.09. 16.09. 16.09. 17.09. 17.09. 17.09. 18.09. 18.09. 15.09. 10.09. 10.09. 09.09. 09.09. 09.09. 17.09. 09.09. 16.09. 10.09. 11.09. 11.09. 11.09. 12.09. 12.09. 09.09. 21.10. 12.09. 11.09. 11.09. 10.09. 12.09. 12.09. 10.09. 09.09. 09.09. 12.09. 09.09. 04.09. 04.09. LEITUNG Janaki Janaki Trude Ullrike Eva-Maria Dorit Susanna Barbara Barbara Susanna Eva-Maria Dorit Irene Anita Trude Maria B. Gerti Tini Trude Eva Andrea F. Janaki Ulli Uli Andrea F. Linda Janaki Manfred Janaki Maria Linda Maria Janaki Janaki Anita Janaki Andrea Jutta Jutta Silvia Silvia Birkfeld Birkfeld St. Johann St. Johann Graz Graz Graz Graz Graz Graz Graz Graz Gleisdorf Hart/Puch Hartberg Hartberg Hartberg Hartberg/Schildbach Hartberg/Schildbach Hartberg/Schildbach Hartberg/Schildbach Hartberg/Schildbach Hartberg/Schildbach Hartberg/Schildbach Hartberg/Schildbach Hartberg/Schildbach St. Jakob Tiefenbach Mönichwald Pöllau Vorau/Schachen Vorau/Schachen Vorau/Schachen Vorau/Schachen Weiz Wenigzell Markt Allhau Bad Tatzmannsdorf Hochneukirchen Kirchschlag Kirchschlag yoga. ZEIT

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HAND AUFS HERZ Maria Pfeiffer Sie ist Yoga- und Lu-Jong-Lehrerin, Anti-Aging-Trainerin und führt gemeinsam mit ihrem Mann die Pension „aufatmen“ in Leutasch/Tirol. Wir haben ihr acht persönliche Fragen gestellt … Was denkst du über Yoga? Er oder es ist für mich ein Lebensstil, um mit sich selber ins Reine zu kommen und diese Ruhe und das innere Vertrauen nach außen zu tragen. Wann hast du zuletzt geweint – vor Freude oder Trauer? Bei einem Wiedersehen – mich hat das Herz gepackt, und ich hab vor Freude geweint. Wenn du dir eine Superkraft wünschen könntest, welche wäre das? Die Kraft sollte die Zufriedenheit der Menschen wieder herstellen und das „Nie-genug-Haben“ beenden. Alternativ: Was gibt dir Kraft? Kraft gibt mir meine Familie und die Bewegung, das Sein in der Natur. Was liegt dir am Herzen? Meine Familie und positive Impulse für ein Miteinander zu setzen. Wann fährst du aus der Haut? Bei innerlichem Stress oder Überlastung. Worauf fußt dein Leben – was ist dein Lebensmotto? Das Lächeln, das du aussendest, kehrt zu dir zurück. F O T O : W W W. A U FAT M E N . AT Aus dem Bauch heraus: Welche drei Wörter fallen dir zu dir ein? Fröhlich, zielstrebig und gerecht.

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KALENDER Knüpf dir deine eigene Mala MÖDLIN G BEI WIEN 14. & 15. Dezember 2013 Lerne, eine Mala aus Edelsteinen zu knoten Yoga plan OKTOBER '13 – JÄNNER '14 Welch ein passender Workshop in der Adventszeit! Suchen Sie sich Steine, Zwischenperlen, Guruperle und Stupa aus und gestalten Sie im kleinen feinen Kreis Ihre Mala selbst – für das eigene Herz oder eine Person, die Ihnen wichtig ist. Anmeldung unbedingt erforderlich! www.malawelt.de Oktober LEUTASCH (A, TIROL) November LINZ (A, OBERÖSTERREICH) Mail: urlaubsschneiderei@rogner.com www.blumau.com WIEN 20. – 22. Oktober 2013 Die Prinzipien der Spiraldynamik Tel.: +43 (0)5214 6803 Mail: info@aufatmen.at www.aufatmen.at WIEN 1. – 3. November 2013 Anusara mit Ross Rayburn Tel. +43 (0)699 19275064 Mail: office@practiceyoga.at www.practiceyoga.at MÖDLING BEI WIEN 15. November 2013 FAMILIENYoga-Workshop mit Hannah Pessl Tel.: +43 (0)664 4611825 Mail: hannah@littleyogi.at www.littleyogi.at BAD MEINBERG (D) 20. Oktober 2013 Tag der Achtsamkeit Tel. +43 (0)664 3722555 Mail: monika@sunspirit.at www.sunspirit.at WIEN 11. November 2013 Detox-Flow-Yoga-Workshop mit Julia Mander Tel.: +43 (0)699 16687718 Mail: julia@yoga-flow.at www.yoga-flow.at 15. – 17. November 2013 Yoga-Vidya-Kongress Tel: +49 (0)5234 870 www.yoga-vidya.de WIEN 25. – 27. Oktober 2013 Anusara-Yoga-Workshop mit Katchie Ananda Tel. +43 (0)1 9094781 E-Mail: office@ananya.at www.ananya.at MÜNCHEN (D) LEOGANG (A, SALZBURG) 14. – 17. November 2013 Innere Klarheit und mehr / Yoga im Hotel Forsthofgut**** Tel.: +43 (0)6583 8561 Mail: info@forsthofgut.at www.forsthofgut.at 15. & 16. November 2013 Jivamukti-Yoga-Workshop mit Moritz Ulrich Tel. +43 (0)1 9094781 Mail: office@ananya.at www.ananya.at MÖDLING BEI WIEN 26. – 27. Oktober 2013 Lu-Jong-Ausbildung Tel. +49 (0)89 20153441 judith@lujong.org www.lu-jong-muenchen.de BLUMAU (A, STEIERMARK) 15. – 17. November 2013 Zen-Wochenende mit Dr. Fleur Wöss Tel.: +43 (0)3383 5100-9449 25. November 2013 Pranayama & Meditation mit Florian Palzinsky Tel.: +43 (0)699 10121706 yoga. ZEIT

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Sommer für die Winterseele BHAKTI YOGA SUMMER Überwindung der Trägheit LU-JONG -RETREAT 6. – 8. Dezember 2013 AM CHIEMSEE Lassen Sie Ihre Seele lachen und Ihre Stimme klingen beim Bhakti Yoga Summer im Winter. Hier kommen Menschen zusammen, die Wissen, Herzen und Kreativität teilen, leben und feiern. Und wer ein 15. – 17. November 2013 IN WOLKERSDORF bei WIEN Tulku Lobsang vermittelt wertvolle Techniken zur Überwindung der eigenen Faulheit, führt in die Ticket gewinnen will, registriert sich einfach für den Newsletter – jedes 50. Mail gewinnt! www.bhaktiayogasummer.com Fünf-Elemente-Übungen des Lu Jong ein und gibt einfache Meditationsanleitungen zur Erlangung und Bewahrung einer gelassenen Geisteshaltung. Leitung: Tulku Lobsang www.tulkulobsang.org/Tourdaten Mail: simplewisdom@gmx.net www.simple-wisdom.net LEOGANG (A, SALZBURG) Dez./JäN. SALZBURG WIEN 11. & 12. Jänner 2014 AcroYoga-Workshop mit Ezgi & Jeff Fisher Tel. +43 (0)1 9094781 Mail: office@ananya.at www.ananya.at SALZBURG 7. & 8. Dezember 2013 Seminar Yoga fürs Leben Tel.: +43 (0)664 7688565 Mail: office@yogaakademie-austria.com www.yogaakademie-austria.com WIEN 28. November – 1. Dezember 2013 Zeit der Stille im Hotel Forsthofgut**** Tel.: +43 (0)6583 8561 Mail: info@forsthofgut.at BLUMAU (A, STEIERMARK) 17. – 19. Jänner 2014 Workshop Vijnana-Yoga mit Orit S. Gupta Tel.: +43 (0)664 5024867 Mail: info@yogaplace.at www.yogaplace.at MÖDLING / WIEN 13. Dezember 2013 TEENYoga mit Hannah Pessl Tel.: +43 (0)664 4611825 Mail: hannah@littleyogi.at www.littleyogi.at WIEN 29. November – 1. Dezember 2013 Zen-Wochenende mit Dr. phil. Constanze Hofstaetter, Meditationslehrerin des Daishin Zen Tel.: +43 (0)3383 5100 - 9449 Mail: urlaubsschneiderei@rogner.com LINZ (A, OBERÖSTERREICH) 14. & 15. Dezember 2013 Knüpf deine eigene Mala – Workshop in der Adventszeit Tel.: +43 (0)664 1975846 Mail: info@malawelt.de www.malawelt.de NASSEREITH (A, TIROL) 19. Jänner 2014 Mantra-Yoga und Konzert mit Janin Devi und Band Tel.: +43 (0)676 7084730 Mail: office@yogazentrum.md www.yogazentrum.md GRAZ (A, STEIERMARK) 30. November 2013 Start der Yogaausbildung im yogaraum Linz Tel.: +43 (0)676 7084730 Mail: office@yoga-austria.info www.yoga-austria.info WIEN 26. Dezember 2013 Kundalini zum Jahreswechsel Tel.: +43 (0)676 842404401 Mail: office@indigourlaub.com www.indigourlaub.com 30. November 2013 Kirtan mit Giorgio Nirvanananda www.ashtanga.at 20. – 24. Januar 2014 Yogatherapieausbildung mit Günther Niessen Tel.: +43 (0)664 9743616 www.spiritofyoga.at yoga. ZEIT

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V O R S C H A U & R ÄT S E L EinEs von zEhn WEihnachtssEts von Origins gEwinnEn! WAAGRECHT: 3 4 5 8 9 10 12 -Sets ger-Go 10 Gin innen zu gew Sucht im Wort verneinen nach dem Gemeinsamen Auch als Körperschulung oder tibetischer Yoga bekannt Wenn der Anglizist offen sein will, dann muss er wie sein Krishna mit Artikel, der sich in diesem Heft im Porträt zeigt Fehlt dem Wein zum Essbarsein Etwas Kostbares, das oft in einer Kiste liegt Bezeichnet beides: akzeptieren oder nicht ganz sicher sein Was erwartet Sie in der nächsten Ausgabe der yoga.ZEIT? SENKRECHT: 1 2 3 6 7 9 11 13 Nachname von einem Dieter, der in dieser yoga.ZEIT vorkommt Ende oder Anfang eines Lebens Lateinisch „ich“, und ab und zu will man sich gern davon lösen Weg, der am Ende eher langweilig klingt Rad-Zentrum oder etwas Verheiltes ohne r Braucht es oft statt Worten Der innere wirbelt nur so in der tibetischen Medizin Ist wichtig, wenn es für Anglizisten um die Neinsamkeit geht N A X N A K X L MA X N X G X X T O X X D X U X H X X X N U A X S P A S S X X X B X T X X X O X S X R E I S E X N X C X A X K X B A N D H A HMA X E X X E X X R X N E N X X E E X F X X R L A U X X S Lösung Heft Nr. 12 DIE CHAKREN – Die Räder des Lebens: wie sie sich drehen, wofür sie stehen und wie sie aktiviert werden können LEELA MATA – Die indische Meisterin aus Florida, die mit Einfühlsamkeit und greifbarem Wissen begeistert RAUS AUS DEM TIEF – Eine Yogatherapieserie, die Sie aus dem Winterschlaf holt REISE – Go with the music in your soul: Bhakti-Festivals in aller Welt im Überblick BEAUTY – Essbare Kosmetik: Ideen, die Sie sich auf Haut und Gaumen zergehen lassen können und noch so viel mehr ... // B P 12 13 LÖ S U N G S W O R T Wie Sie gewinnen können: Rätsel ausfüllen, mit dem Lösungswort als Betreff ein E-Mail an post@yogazeit.at schicken und Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse angeben. Einsendeschluss: 1. 11. 2013. Ein Anspruch auf Übermittlung, Auszahlung oder Umtausch des Gewinns ist nicht gegeben. Die Gewinner werden per E-Mail verständigt. Mindestalter 18 Jahre. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. yoga. ZEIT

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YOGA wAves 2014 19. Jänner Mantra Yoga Klasse Janin Devi Konzert mit Janin Devi & Band 01. & 02 Februar Petros Haffenrichter Jivamukti Advanced Teacher 07. – 09. März Andreas Loh Vinyasa Yoga mit Piano 05. – 06. April Jordan Bloom Anusara Certified Teacher 17. – 18. Mai James Higgins 20. – 21. September Jordan Bloom Anusara Certified Teacher 26. Oktober Young Ho Kim Inside Yoga Flow 30. November Eva Hager Forstenlechner Spiraldynamik Workshop Jahreszyklus buchbar unter: www.yoga-austria.info Teil. +43 664 197 58 46

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